Wirtschaft

Ifo-Konjunkturindex geht leicht auf immer noch hohes Niveau zurück

Der Konjunkturindex des Münchner ifo-Instituts, der deutsche Unternehmer nach ihrer persönlichen Einschätzung der nächsten Zeit befragt, ist im Juli von 114,5 Punkten auf 112,9 Punkte zurückgegangen. Dabei liegt das Stimmungsbarometer allerdings immer noch auf dem hohen Niveau vom Frühling dieses Jahres. Dies gehe vor allem auf die exportorientierten Firmen angesichts einer Abkühlung der Weltwirtschaft und die finanzpolitischen Turbulenzen im Euro-Raum zurück. Laut ifo-Chef Hans-Werner Sinn könne aber von einer Schwächephase der deutschen Wirtschaft allerdings nicht die Rede sein. Auch seien die Umfragebögen zur Beurteilung des Geschäftsklimas bereits vor der am letzten Donnerstag erarbeiteten Reform der Euro-Rettung eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt hätten die jüngsten Sorgen um Italiens Schuldenstand die Stimmung noch stärker belastet. Während besonders exportorientierte Industrieunternehmen ihre Erwartungen abschwächten, gehen Einzelhandel und das Baugewerbe von einem anhaltenden Binnenaufschwung in Deutschland aus. Auch ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger relativiert die negative Tendenz, denn die Eintrübung findet nach wie vor auf hohem Niveau statt. „Die Wirtschaft ist trotz aller Turbulenzen um uns herum auf einem guten Weg zu einer sanften Landung.“
 

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