Wirtschaft

Inflation in Euro-Zone steigt auf 3%, in Deutschland auf 2,6%

Entgegen den Erwartungen hat die Inflation erneut angezogen. Für den September war in der Euro-Zone ein Preisauftrieb von 3% zu verzeichnen – der höchste Wert seit Oktober 2008 (3,2%). Eine Preisstabilität ist nach Definition der EZB nur bei einem Wert unter 2% gegeben. Normalerweise würde die Zentralbank nun den Leitzinssatz von derzeit 1,5% weiter anheben, das verbietet jedoch die Schuldenkrise, da sich hierdurch auch die Schuldenlast der Krisenstaaten weiter erhöhen würde. Im Gegenteil, zuletzt war aufgrund der sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung mit einer Zinssenkung gerechnet worden. Zuvor war die an der Veränderung der Konsumentenpreise gegenüber dem Vorjahresmonat gemessene Teuerungsrate zwischen April und August schrittweise von 2,8% auf 2,5% gesunken.

Grund für den unerwartet starken Anstieg im September waren – wie regelmäßig zu beobachten – erneut ein kräftiger Anstieg bei den Sprit- und Heizölpreisen, hinzu kommt die Teuerung bei Bekleidung aufgrund des Wechsels von der Sommer- zur Herbstkollektion. In Deutschland lag die Inflationsrate im Vorjahresvergleich bei 2,6%.

Die EZB zeigt sich jedoch optimistisch, dass die konjunkturellen Schwierigkeiten der Weltwirtschaft und das damit einhergehende geringere Wachstum zu einem günstigeren Ölpreis 2012 und damit zu einer Inflationsrate unter der 2-Prozent-Marke führen werde.

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