Energie & Umwelt

Informationsdienst Energie und Umwelt: KW 02

1. Großhandelspreis für Strom seit Mitte 2008 von 9 Cent auf 5 Cent pro KWh gefallen:
2. Gasnetz möglicher riesiger Puffer für Ökostrom:
3. Klimawissenschaftler warnen vor zu großer energetischer Nutzung der Biomasse:

Solarenergie:
4. Solarenergie kann in zwei Jahren Preisparität erreichen:
5. Solarverband will lieber Förderkürzung vorziehen anstelle einer Deckelung:
6. Bundesnetzagentur fordert neue Prognose-Software für Solarstrom:
7. EnergieAgentur.NRW entwickelt online Photovoltaik-Rechner:
8. Online-Marktplatz und Handelsplattform für Solarprodukte:

Atomenergie:
9. Atomwirtschaft – Überblick 2010:
10. Russische Atomwirtschaft boomt – 30 AKWs aus dem Ausland bestellt:
11. Chinesische Wissenschaftler meistern nun auch die atomare Wiederaufbereitung:
12. Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg in Österreich:

Sonstiges:
13. Erdatmosphäre unempfindlicher gegen Schadstoffe als befürchtet:
14. Neue Kühltechnologie mit 50% weniger Energie und ohne problematische Kältemittel:
15. Ab 2020 Benzin aus Wasser, Sonne und Kohlendioxid:
16. Großbritannien führt E-Auto-Förderung über 5.000 Pfund ein:
17. Dalai Lama will mit China vorrangig über Umwelt als über Tibet verhandeln:
18. RWE baut 576 MW Offshore-Windpark vor Wales:
19. Duke Energy kauft sich zum größten Energieerzeuger der USA:

 

Großhandelspreis für Strom seit Mitte 2008 von 9 Cent auf 5 Cent pro KWh gefallen:
Durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind die Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus regenerativen Quellen zu festgelegten Konditionen abzunehmen. Zum Jahreswechsel wurde nun die EEG-Umlage um 1,5 Cent je Kilowattstunde erhöht und von den meisten Versorgern an die Verbraucher weitergereicht. Durch den zügigen Ausbau der EE hat sich jedoch die verfügbare Strommenge gleichzeitig soweit erhöht, dass der Großhandelspreis an der Leipziger Energiebörse EEX von noch 9 Cent im Sommer 2008 mittlerweile auf rund 5 Cent gefallen ist. Das zusätzliche Angebot drückt also die Großhandelspreise und senkt somit die Einkaufskosten. In die Gesamtkalkulation müsste dies eigentlich genauso einfließen wie gegenteilig die Erhöhung der Umlage für die Erneuerbaren. Bundeswirtschaftsminister Brüderle hat dementsprechend erneut Kunden und auch die Kartellbehörde zum Handeln aufgerufen, um den Anstieg der Strompreise zu begrenzen: Die Stromkunden würden nicht ausreichend von ihren Möglichkeiten Gebrauch machen, den Markt durch das Wechseln zu günstigeren Anbietern zu beeinflussen. Doch auch beim Bundeskartellamt sieht der Minister Handlungsbedarf. Die Kartellbehörde müsse laut Brüderle die Stromanbieter bei der Gestaltung der Strompreise stärker im Auge behalten. Dazu soll eine Markttransparenzstelle beim Bundeskartellamt eingerichtet werden.

 

Gasnetz möglicher riesiger Puffer für Ökostrom:
Die beiden Forschungsinstitute Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES haben gemeinsam mit dem Anlagenbauer Solar Fuel Technology GmbH mit Sitz in Stuttgart und Salzburg eine neue Technologie entwickelt, die das riesige Gasnetz als Puffer und Speicher für Strom aus Erneuerbaren Energien erschließen soll. Das Modell hat den Innovationspreis der deutschen Gaswirtschaft 2010 erhalten. Die Technologie soll in zwei bis drei Jahren marktreif sein und könnte dann einen Ausweg aus der Situation bieten, dass derzeit noch keine ausreichenden Speichermöglichkeiten für EE existieren. Bei einem gesamten Stromverbrauch von 582 Terawattstunden (Milliarden Kilowattstunden) in 2009 können die vorhandenen Pumpspeicheranlagen, die derzeit wichtigste Speichertechnologie, gerade einmal 0,04 Terawattstunden Energie speichern. Die Forscher wollen den Ökostrom nun zur Elektrolyse von Wasserstoff aus Wasser nutzen. Der Wasserstoff wird anschließend mit Kohlendioxid zur Reaktion gebracht, wodurch Methan entsteht, der Hauptbestandteil von Erdgas. Das Methan ist voll kompatibel zu Erdgas und Bio-Erdgas und könnte dann zu überschaubaren Kosten in das riesige bestehende Gasnetz mit seinen Pipelines und unterirdischen Speichern eingebracht werden. Allein in 2010 wurden nach Angaben des Solarverbandes bis zu 8 GW Solarstrom installiert, das entspricht 6 AKWs. Die allmählich aus den Kinderschuhen herauswachsende Offshore-Windenergie soll bis 2030 eine Leistung von mindestens 25 GW erreichen – das ist mehr, als alle 17 deutschen AKWs zusammen unter Volllast liefern. Durch die umstrittene Laufzeitverlängerung ist somit ein Überangebot an Strom nahezu vorprogrammiert und die Speicherung wird zunehmend wichtiger. Die Gasunternehmen wiederum könnten zudem zurückgehende Einnahmen aus dem sinkenden Gashandel durch den Zusatznutzen für ihre Infrastruktur kompensieren. Momentan existiert bereits eine Pilotanlage. Ab Ende 2012 soll eine Großanlage mit 5-10 MW in Betrieb gehen. Der Wirkungsgrad der Technologie beträgt 60%. Neben der Gaswirtschaft zeigt auch die Autoindustrie großes Interesse. Das Öko-Methan wäre ein hervorragender Treibstoff und somit ein Ersatz für Benzin und Diesel, auch die Infrastruktur (Gastankstellen) ist schon im beträchtlichen Maße ausgebaut.

 

Klimawissenschaftler warnen vor zu großer energetischer Nutzung der Biomasse:
Mit Hilfe aufwendiger biogeochemischer Computersimulationen ermittelten Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) Potenzial und Risiken der Energiegewinnung aus Biomasseplantagen. Ausgegangen von einer Deckung des weltweiten Energiebedarfs 2050 zu 20% durch Biomasse – davon die Hälfte aus Biomasseplantagen – müsste die genutzte Landfläche um 10-30% ausgeweitet werden. Der Wasserbedarf könnte sich im Extremfall sogar verdoppeln. Angesichts eines steigenden Nahrungsbedarfs aufgrund einer weltweit wachsenden Bevölkerung und zunehmender Wasserknappheit dürfe man die Umweltkosten daher nicht vernachlässigen – vor allem in bereits gestressten oder sensiblen Ökosystemen. Die Potenziale der Biomasse seien jedoch enorm und an geeigneten Standorten sowie nachhaltig erzeugt ein integraler Bestandteil, die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen.

 

Solarenergie:

 

Solarenergie kann in zwei Jahren Preisparität erreichen:
Strom aus Photovoltaik könnte bereits in rund zwei Jahren das Kostenniveau von konventionellen Anlagen erreichen. Prof. Weber, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE: „In den vergangenen Jahren hat das reale Marktgeschehen meist die Prognosen überholt. Dadurch konnten wir eine in dieser Geschwindigkeit für unmöglich gehaltene Preisdegression bei Photovoltaik, solarthermischen Kraftwerken und Windkraft beobachten. Bei einer weiterhin dynamischen Marktentwicklung erwarten wir, dass die Grid Parity für PV-Strom auch in Deutschland bereits in zwei Jahren erreicht sein wird.“ In einigen Regionen mit sehr hoher Einstrahlung und einem gleichzeitig hohen Endkundenstrompreis, wie beispielsweise Süditalien, sei dies schon heute der Fall.

 

Solarverband will lieber Förderkürzung vorziehen anstelle einer Deckelung:
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hat ein außerplanmäßiges Vorziehen der Kürzung der Solarförderung vorgeschlagen. Statt Anfang 2012 könne die Senkung der Stromvergütung für neue Solaranlagen um bis zu 12% bereits auf Anfang Juli vorgezogen werden. Die genaue Höhe solle sich dabei nach der tatsächlich im Frühjahr installierten Leistung richten – je mehr neue Anlagen, desto höher dann auch die Kürzung. Auch soll die Höhe der Subventionen häufiger angepasst werden, anstatt jährlich zukünftig halbjährlich. Damit könnte der Markt genauer gesteuert werden. Eine Deckelung der Solarförderung lehnt der Verband hingegen strikt ab, denn das, so Geschäftsführer Carsten Körnig, würde lediglich „zu erheblichen Marktverwerfungen führen, weil es keine Planungssicherheit mehr gäbe, ob es für meine Photovoltaik-Anlage noch Fördergelder gibt.“ Auch der energiepolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Thomas Bareiß, sieht eine von manchen Kreisen derzeit diskutierte Deckelung der Solarförderung kontrovers: „Das ist natürlich die härteste und gefürchtetste Keule.“

 

Bundesnetzagentur fordert neue Prognose-Software für Solarstrom:
Die Bundesnetzagentur hat die Übertragungsnetzbetreiber gemeinsam mit den Verteilnetzbetreibern aufgefordert, ab April 2011 ein neues Prognoseverfahren einzusetzen, das das Aufkommen des produzierten Solarstroms besser vorhersagen kann. Werden die Kapazitäten von Solarstrom nicht richtig vorhergesagt, kann es zu Engpässen und höheren Strompreisen kommen. So war es zuletzt im September 2010 aufgrund falscher Prognosen über die Verfügbarkeit von Solarstrom zeitweise zu bedenklichen Schwankungen im Stromnetz gekommen, was zudem auch den Strompreis belaste. Die Saarbrücker Firmen Luxea GmbH und METALEVEL Software AG haben nun gemeinsam eine neue Software entwickelt, die eine zuverlässigere Prognose ermöglicht. Dafür werden Daten wie die geographische Position der Solaranlage, ihre Ausrichtung zur Sonne, aktuelle Wetterdaten und weitere Faktoren für die Berechnung der jeweils aktuellen Solarstrom-Leistung herangezogen.

 

EnergieAgentur.NRW entwickelt online Photovoltaik-Rechner:
Die EnergieAgentur.NRW hat in Kooperation mit der Energieservice-Abteilung der Meteomedia Gruppe einen online Photovoltaik-Rechner entwickelt. Mit konkreten Daten über Gebäude, Standort und aktuellen Fördermöglichkeiten, sowie mit Rückgriff auf eine Datenreihe zur Sonneneinstrahlung aus über 780 meteorologischen Messstationen der Meteomedia Gruppe, kann der der PV-Rechner eine erste grobe Abschätzung zur einsetzbaren Größe und zum finanziellen Nutzen einer geplanten PV-Anlage liefern.

 

Online-Marktplatz und Handelsplattform für Solarprodukte:
Die unabhängige Online-Handelsplattform SOLARTRADERS.com ist in Betrieb gegangen. Mit dem Online-Solarhandel sollen Angebot und Nachfrage sinnvoll und einfach zugänglich zusammengebracht werden. Es entstehen keine Kosten, außer eine Gebühr für den Verkäufer nach erfolgreichem Vertragsabschluss. Käufer können Preise, Qualität und Liefertermine unterschiedlicher Anbieter zu Modulen, Wechselrichtern und Dienstleistungen vergleichen.

 

Atomenergie:

 

Atomwirtschaft – Überblick 2010:
2010 wurden nach Daten der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA weltweit fünf Atomkraftwerke (AKW) mit zusammen 3.700 MW in Betrieb genommen und 14 AKW-Bauten begonnen, davon allein acht in China. Insgesamt sind damit 441 AKWs in Betrieb und 65 in Bau (26 davon in China). Zwölf dieser Bauprojekte wurden indes bereits vor 1990 begonnen und ähneln eher Bauruinen als Baustellen.

 

Russische Atomwirtschaft boomt – 30 AKWs aus dem Ausland bestellt:
Der zeit baut die russische Atomenergieholding Rosatom nach eigenen Angaben an 28 atomaren Energieanlagen in Russland. Das Auftragsportfolio aus dem Ausland betrage zudem 30 Atomreaktoren. Die wichtigsten Kunden sind demnach Indien, Vietnam und die Türkei. In den Partnerstaaten des Unternehmens sollen eigene Vertretungen eröffnet und bei den jeweiligen russischen Botschaften eingerichtet werden, um den Kundenkontakt zu stärken.

 

Chinesische Wissenschaftler meistern nun auch die atomare Wiederaufbereitung:
Laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV haben chinesische Wissenschaftler einen Durchbruch bei der atomaren Wiederaufbereitung erzielt. Viele europäische Staaten, Russland, Indien und Japan setzen bereits Wiederaufbereitungsverfahren ein, um bestrahlte Brennelemente wiederverwenden und Atommüll zu vermeiden. Details des Wiederaufbereitungsverfahrens sind jedoch geheim. So auch im Fall des chinesischen Verfahrens. Noch ist auch unklar, wann das Verfahren zum industriellen Einsatz käme. Die Wissenschaftler hätten insgesamt 20 Jahre an dem Projekt geforscht. Zur Wiederaufbereitung kommen in der Regel sogenannte Schnelle Brutreaktoren zum Einsatz. Die in China bislang entdeckten Uran-Vorkommen reichen nur für die kommenden 50 bis 70 Jahre. Die Beherrschung der schwierigen Technik könnte die Vorräte nun um das 60-fache, also für die nächsten 3.000 Jahre „gestreckt“ werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt leisten die 12 chinesischen AKWs 10,15 GW Leistung. Bis zum Jahr 2020 ist ein Ausbau auf 40- 80 GW geplant (derzeit 26 AKWs im Bau).

 

Volksbegehren zum EURATOM-Ausstieg in Österreich angesetzt:
Die Initiative österreichischer Bürger zum Ausstieg aus den EURATOM-Verträgen hat zu einem Volksbegehren geführt, dass vom 28. Februar bis 7. März abgehalten wird. Die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) hat das Ziel, die Forschungsprogramme der Mitgliedsstaaten im Hinblick auf die friedliche Nutzung der Kernenergie zu koordinieren und zu einer Entwicklung der Kernindustrien in Europa beizutragen. Österreich ist bereits vor über 30 Jahren aus der Atomwirtschaft ausgestiegen, bezahlt aber bislang noch seine jährlichen EURATOM-Beiträge in Millionenhöhe.

 

Sonstiges:

 

Erdatmosphäre unempfindlicher gegen Schadstoffe als befürchtet:
Ein internationales Forscherteam um die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in den USA und dem Max-Planck-Instituts für Chemie hat in einer Studie belegt, dass sich die Atmosphäre besser selbst reinigt als nach Untersuchungen in den 1980er und 1990er Jahre bislang befürchtet. Demnach bleibt die Konzentration der Schadstoff abbauenden Hydroxylradikale (ein Wasserstoff- und ein Sauerstoffatom) in der Luft weltweit stabil. Hydroxylradikale bauen organische Stoffe wie etwa das klimaschädliche Methan und Abgase aus Industrie und Verkehr ab und reinigen dadurch die Luft. Einige Forscher hatten bislang angenommen, dass sie sich die weltweite Menge der Hydroxylradikale aufgrund der Luftverschmutzung um bis zu 25 Prozent verringern könnte. Auch war unklar, wie gut die Atmosphäre tatsächlich Schadstoffe oxidieren und damit sich selbst reinigen kann. Dennoch sollten wir nach Meinung der Forscher alles dafür tun, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen und Schadstoffen so weit wie möglich zu verringern.

 

Neue Kühltechnologie mit 50% weniger Energie und ohne problematische Kältemittel:
Die die Zeo-Tech GmbH aus Unterschleißheim hat in einem vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhaben eine neue Kühltechnologie entwickelt, die bei einer gleichzeitig um 25-50% höheren Energieeffizienz ohne problematische Kältemittel auskommt. Die Kühlgeräte für den mobilen und stationären Einsatz basieren auf Zeolith und Wasser und arbeiten geräuschlos. Das Kühlverfahren basiert auf einem Adsorptionsprozess mit Wärme als Antriebsenergie und nutzt die Verdunstungskälte von Wasser sowie die Fähigkeit von Zeolithen, große Mengen von Wasserdampf aufzunehmen. Die Kälteenergie kann dabei ohne Verluste beliebig lang gespeichert werden und auf Knopfdruck abgerufen werden. Durch die Zufuhr von Wärme wird das Zeolith am Ende wieder in den Ausgangszustand zurückversetzt. Auf Knopfdruck kann innerhalb von einer Stunde in Gefrierboxen Temperaturen von bis zu –18 °C erreicht werden.

 

Ab 2020 Bio-Benzin aus Wasser, Sonne und Kohlendioxid:
Forschern der ETH Zürich und des Paul Scherrer Instituts (PSI) haben gemeinsam mit Kollegen aus den USA Bio-Benzin allein aus den Zutaten Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid erzeugt. Mittels eines Solar-Reaktors (konzentrierte Solarstrahlung) entsteht aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) ein synthetisiertes Gas aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid, das so genannte Syngas – eine Vorstufe von Benzin, Kerosin und anderen flüssigen Treibstoffen. Mit diesem umweltfreundlichen Flüssigtreibstoff kann Sonnenenergie lange Zeit gespeichert und über weite Strecken transportiert werden. Der Prototyp des Reaktors erreichte einen Wirkungsgrad von 0,8 Prozent, was um zwei Grössenordnungen über dem liegt, was mit herkömmlichen photokatalytischen Methoden erzielt wurde. Der Wirkungsgrad ließe sich laut den Forschern noch auf rund 19 Prozent erhöhen. Ab 2020 soll dann die erste industrielle Solartreibstoff-Anlage in Betrieb gehen und einen zentralen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung leisten.

 

Großbritannien führt E-Auto-Förderung über 5.000 Pfund ein:
Beginnend mit dem Jahreswechsel zu 2011 hat Großbritannien eine Förderung in Höhe von 5.000 Pfund (5.700 Euro) für Elektroautos eingeführt. Insgesamt stellt die Regierung 250 Mio. Pfund zur Verfügung, um das Autofahren umweltfreundlicher zu machen. 20 Mio. Pfund werden in die E-Auto-Infrastruktur wie Strom-Tankstellen investiert.

 

Dalai Lama will mit China vorrangig über Umwelt als über Tibet verhandeln:
Dem geistigen Oberhaupt der Tibeter, dem Dalai Lama, ist der Umweltschutz offenbar wichtiger als die Tibet-Politik. Die Internetplattform Wikileaks hat von einem Dokument berichtet, nachdem der Dalai Lama die USA aufgefordert hat, mit China künftig vorrangig über die dramatischen Umweltprobleme in der Himalaja-Region zu verhandeln. Die Tibetfrage könne 5-10 Jahre ruhen, da hier wahrscheinlich auf der chinesischen Seite sowieso keine Bewegung zu erwarten sei. Hingegen sei das Gletscherschmelzen, die Entwaldung und die Verschmutzung der großen Flüsse in der Himalaja-Region äußerst dringliche Themen.

 

RWE baut 576 MW Offshore-Windpark vor Wales:
RWE npower renewables baut vor der walisischen Küste einen der größten Offshore-Windparks (Gwynt y Môr / 12-28 m Wassertiefe / 13 km vor der Küste). Mit dem 576 MW Park lassen sich rund 400.000 Haushalte versorgen. Das Projekt ist eine geteilte Investition zwischen den Partnern RWE Innogy, Stadtwerke München und Siemens (Baukosten 2 Mrd. Euro). Die Unterwasserverkabelung wurde an Draka Offshore übergeben. Die Fertigstellung ist bis Ende 2013 vorgesehen.

 

Duke Energy kauft sich zum größten Energieerzeuger der USA:
Das US-Unternehmen Duke Energy will seinen Konkurrenten Progress Energy für 13,7 Mrd. Dollar in eigenen Aktien übernehmen und so zum größten Energieversorger der USA aufsteigen. Auch die 12,2 Mrd. Dollar Schulden von Progress sollen übernommen werden. Die Unternehmensspitze von Progress hat die Offerte positiv beurteilt.
 

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