Wirtschaft

Informationsdienst Wirtschaft, Energie und Unternehmen: 11.08.2011

E-Mobilität: Schluckspecht schafft 1631,5 Km mit einer Ladung
Elektroautos wird oft vorgeworfen, eine niedrigere Reichweite als normale Benziner zu besitzen. Die Hochschule Offenburg beweist jedoch, dass in Zukunft eher das Gegenteil der Fall sein wird. Das Experimentalfahrzeug „Schluckspecht“ brach alle Rekorde, als es auf der 2,945 Kilometer langen Teststrecke von Bosch in Boxberg, sage und schreibe 1631,5 Kilometer mit einer einzigen Ladung zurücklegte. Weil die zwei Radnabenmotoren in den Rädern des Autos installiert sind ist wird kein Platz für Motor und Getriebe benötigt. Aus diesem Grund konnte eine eigene, windschlüpfigere Karosserie entwickelt werden. Der Japan Electric Vehicle Club stellte vormals den Weltmeister unter den E-mobilen mit einer Reichweite von 1003 Kilometer.
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Zwischen Atom und Solar: Indien baut riesigen Solarpark – auch viele AKWs
In Shivajinagar soll ein riesiger Solarpark entstehen um einen kleinen Teil des wachsenden Stromhungers von Indien zu decken. Die Nennleistung von vorerst 125 Megawatt soll später auf 150 Megawatt aufgewertet werden. Das Bauvorhaben soll bis 2012 abgeschlossen werden und ist ein Versuch, bei der Photovoltaik aufzuholen. Mit 300 Sonnentagen im Jahr wäre Indien ein außerordentliches Potential für die Photovoltaik. Die Regierung treibt den Ausbau von erneuerbaren Energien zwar voran aber sie setzt doch noch verstärkt auf die Atomkraft. Auch nach der Katastrophe in Japan ist das Vertrauen von Neu Delhi in seine AKWs ungebrochen.
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Regio-pro: Prognosen für den Hessischen Fachkräftebedarf
Der Fachkräftebedarf, ist wie viele Aspekte der Wirtschaft, mit Schwankungen verbunden. Um diesen zu verdeutlichen und in Zahlen zu fassen, hat das IWAK Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur an der Universität Frankfurt eine Internetseite ins Netz gestellt. Auf dem Fachkräftemonitor von regio-pro.eu wird die lokale Entwicklung des Fachkräftebedarfs dokumentiert und auch Prognosen über die Zukünftige Entwicklung dargestellt. Im Moment sind nur Daten für die Regierungsbezirke Kassel, Gießen und Darmstadt, die Städte Frankfurt und Wiesbaden sowie den Main-Taunus-Kreis im Netz.
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Verseucht: Russland schickt deutsches Schweinefleisch zurück
Russland hat knapp 25 Tonnen aus Deutschland importiertes Schweinefleisch wieder zurückgeschickt. Tests der Veterinärüberwachungsamtes der Region Primorje haben festgestellt, dass das Fleisch mit Kolibakterien verseucht ist. Der neue Vorfall mit dem nach Russland exportierten Schweinefleisch ist nur einer in einer Reihe von Skandalen um die industrielle deutsche Fleischindustrie.
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Bakterien als Arbeiter: Stromkabelverlegung auf der Nanoebene
Forscher haben Bakterien entdeckt, die leitfähige Stoffe produzieren können. Das Besondere an diesen Fäden ist, dass sie Strom so gut wie Metallkabel leiten können. Durch diese kleinen Stromleiter könnte die Elektroindustrie revolutioniert werden und Millionstel Millimeter große Bauteile für Chips oder Sensoren liefern. „Wir können nun eine ganze Reihe von neuen, leitfähigen Nanomaterialien erforschen, die lebendig und ungiftig sind, natürlich vorkommen, und einfacher und günstiger herzustellen sind als menschengemachte“, versprachen die Wissenschaftler.
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Flüssigkristall erstmals in drei Farben schaltbar
Japanische Wissenschaftler der Universität Tokio haben einen flüssigkristallinen Stoff entwickelt, der sich mittels thermischen und mechanischen Reizen zwischen drei stabilen Farben schalten lässt. Flüssigkristalline Stoffe liegen teilweise geordnet vor wie in einem Kristall, sind dabei aber beweglich wie in einer Flüssigkeit. Der flüssigkristalline Stoff lässt sich beispielsweise in Kunststoffe einarbeiten oder als Beschichtungsstoff oder zur Herstellung technischer Bauteile verwenden. Die Farbänderungen können dabei anzeigen, ob das Material thermischen oder mechanischen Belastungen ausgesetzt war, was die Wartungsarbeiten erheblich vereinfachen würde.
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Photovoltaikzellen für Infrarotstrahlen (Wärme)
An dem renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) wurde eine Technik entwickelt, um Wärme in elektrische Energie umzuwandeln. Grundlegend ist die Nanostruktur eines speziell entwickelten Materials, das den Infrarotanteil von Wärme in seiner Wellenlänge so moduliert, dass er für geeignete Photovotaikzellen verwertbar wird. Allerdings gibt der erste Forschungsbericht der MIT-Forscher noch keinen Aufschluss über die Effizienz des Verfahrens. Nach Auskunft der Forscher könnte das Verfahren in Kombination mit einem Radioisotop aufgrund der Wärme, die beim radioaktiven Verfall des Materials entsteht, drei Jahrzehnte lang Energie gewinnen.
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Energieforschungsprogramm: 80% für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz
Die Bundesregierung hatte am 03. August das 6. Energieforschungsprogramm beschlossen. Es wird ab Herbst 2011 in Kraft treten. Die vier Bundesministerien BMWi, BMU, BMBF und BMELV haben gemeinsam festgelegt, wie in den kommenden Jahren die Energieforschung gefördert werden soll, um zu „einer umweltschonenden, zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung“ beizutragen. Gegenüber dem letzten Programm steigt die Förderung von Forschung und Entwicklung zukunftsfähiger Energietechnologien im Zeitraum 2011 bis 2014 um rund 75% zum Vergleichszeitraum 2006 bis 2009 auf nun mehr 3,5 Milliarden Euro. 80% des Fördervolumens soll dabei auf die für die künftige Energieversorgung Deutschlands wichtigen Felder Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fokussieren.
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Voreingestellte Kennwörter: 17-25% aller WLAN-Router offenes Einfallstor
Informatikstudenten der Hochschule Coburg und der FH Hagenberg haben anhand der Großstädte Stuttgart, München, Berlin und Coburg ermittelt, dass 17-25% aller vermeintlich sicheren WLAN-Anschlüsse eine empfindliche Sicherheitslücke aufweisen. Grund sind die voreingestellten Kennwörter der Router, die bei vielen Endkunden nicht mehr persönlich geändert werden. Diese Router sind daher ein offenes Einfallstor für jeden IT-Kenner, die dann in der Lage sind, unerkannt im Internet zu surfen und sensible Daten zu stehlen.
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Berlin: rechtsstaatlich unverantwortlicher Ablasshandel gegen die Steuerehrlichkeit
Um die durch die milliardenschweren Rettungsprogramme im Zuge der Finanzkrise klammen Kassen der Staaten aufzufüllen, besinnen sich viele Regierungen ihrer den Fiskus hintergehenden Bürger… Die Dimensionen der weltweiten Kriminalität sind dabei gigantisch und existenzbedrohend für die Minderheit der Rechtsstaaten in der globalen Staatenfamilie, das Problem harrt jedoch weitestgehend noch effektiven Maßnahmen… Ein Beschluss der schwarz-gelben Bundesregierung fällt den Ermittlern in den Rücken und spielt den Steuerhinterziehern in die Karten…Dabei hatte der Bundesgerichtshof erst vor kurzem mit seinen jüngsten Entscheidungen zur Selbstanzeige und zum Strafmaß bei Steuerhinterziehung klargestellt, dass die persönliche Bereicherung zulasten der Allgemeinheit kein Kavaliersdelikt sei und hart sanktioniert werden müsse…
(Kommentar von Marc Brümmer der AGITANO-Redaktion.)
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Apple überholt Ölgiganten Exxon als wertvollstes Unternehmen
Der Computer- und Elektronikkonzern Apple hat dem Börsenwert nach den Ölkonzern Exxon Mobil als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen überholt (die staatliche Saudi-Aramco, der weltgrößte Ölkonzern ist beispielsweise nicht an der Börse notiert und mangels Transparenz auch kaum zu schätzen). Apple kam am Dienstag kurzzeitig auf eine Marktkapitalisierung von 337 Milliarden Dollar, Exxon auf 331 Milliarden Dollar.
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Geld mit Geld bekämpfen: EZB entzieht dem Markt Geld, Schweiz flutet ihn
Die Europäische Zentralbank EZB hat am Dienstag dem Geldmarkt kurzfristig Liquidität für einen Tag im Volumen von 145,2 Milliarden Euro entzogen. An dem Schnelltender hatten sich 121 Banken beteiligt. Die Schweiz wiederum muss den anderen Weg beschreiten: Seit Jahresbeginn hat sich der Schweizer Franken bereits um rund 30% gefestigt und gegenüber dem Euro beinahe die Parität erreicht, den Dollar hat der Franken schon lange überholt. Nun hat die Schweizer Notenbank am Mittwoch an die globale Finanzöffentlichkeit appelliert, den Schweizer Franken nicht als einen stille Zufluchtshafen zu betrachten. Um dem Aufwertungsdruck zu entgegnen wirft die Schweiz nun die virtuellen Gelddruckmaschinen an.
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Russisch-ukrainischer Gaskrieg vor Neuauflage
Russland und die Ukraine sind in Gasfragen von einander abhängig: Rund 80% des russischen Gases für Europa fließt durch die Pipelines in der Ukraine. Daher konnte die Ukraine in den bisherigen Streitigkeiten um Preis für das für den Eigenbedarf importierten russischen Gases stets einen günstigeren Preis aushandeln als der Weltmarktpreis. Russland seinerseits baut mit der Nordstream, der Southstream und der Bluestream Umgehungspipelines, um seine Abhängigkeit von der Ukraine zu verringern (Europa wiederum will seinerseits seine Abhängigkeit von Russland mit überteuerten Pipelineprojekten wie Nabucco reduzieren). Vor diesem Hintergrund kam es in den letzten Jahren regelmäßig zu einem „Gaskrieg“, besser „Gaspreiskrieg“. Eine schnelle Einigung ist somit vorerst nicht absehbar.
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