Internationale Razzia gegen Insiderhandel von Deutschland ausgehend

Mrz 2 2012 • WirtschaftKeine Kommentare

Am Mittwoch wurden insgesamt 86 internationale Standorte von Behörden wegen des Verdachts auf Insiderhandel und Börsenkursmanipulationen durchsucht. Die Aktion ging offenbar von Deutschland aus. Hierzulande wurden 53 verschiedene Standorte durchsucht, im restlichen Europa 29 und außerhalb Europas vier. Wer genau von der Razzia betroffen war, wurde zunächst nicht bekannt. Aber allein in Deutschland waren elf Staatsanwälte, zehn Mitarbeiter der Börsenaufsicht Bafin und 200 Polizisten in die Aktion involviert.

Die Behörden hegen den Verdacht, dass das Netzwerk von Börsenbetrügern Aktienkurse manipuliert habe, in dem sie unter anderem in Publikationen unrichtige Angaben gemacht haben, beziehungsweise darin Angaben zum Eigenengagement unterlassen hätten, wodurch die Beschuldigten enorm profitiert hätten. So stehen angeblich auch einige entsprechende Newsletter mit Empfehlungen für Pennystocks unter Verdacht.

Dies weckt Parallelen zu dem kürzlich aufgedeckten SdK-Skandal, aufgrund dessen sich sogar unter anderem der Ex-Vizechef der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), Markus Straub, zusammen mit einem Herausgeber von Börsenbriefen vor Gericht verantworten muss. Auch die USA werden zunehmend aktiv: Anfang der Woche hat die US-Bundespolizei FBI in den USA 120 Personen wegen Insiderhandels dingfest gemacht, insgesamt 240 Personen seien im Visier. In dem Zeitraum seit Ende 2009 wurden in den USA lediglich 66 Personen wegen Insiderhandels angeklagt, 57 davon wurden verurteilt.
(mb)
 

 


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