Energie & Umwelt

Iran mit neuen Urananreicherungs-Zentrifugen – US-Drohne abgeschossen

Der Iran baut sein umstrittenes Atomprogramm weiter aus. Man habe in der Anlage zur Urananreicherung nahe Fordo, 160 Kilometer südlich von Teheran, eine neue Generation von Zentrifugen installiert, die schneller wären als die bisher verwendeten. Experten gehen davon aus, dass die neuen Zentrifugen der dritten Generation bis zu 6-mal effizienter das benötigte Isotop Uran-235 anreichern können. Der Iran betont immer den zivilen Charakter seines Atomprogramms, allerdings vermutet der Westen zusätzlich ein heimliches militärisches Programm zur Entwicklung von Atombomben (siehe entsprechendes Dossier auf Spiegel-Online). Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi hatte vergangene Woche noch mögliche Zugeständnisse in den Atomverhandlungen mit dem Westen in Aussicht gestellt. Die Gespräche liegen allerdings weiterhin auf Eis, da die IAEA Vorbedingungen Teherans für Gespräche zurückweist. Mit den neuen Zentrifugen würde sich auch der Zeitraum verkürzen, den der Iran für hochangereichertes spaltbares Material für die Nuklearwaffenproduktion benötigen würde.

Unterdessen gab der Iran am Dienstag bekannt, nahe dem Werk in Fordu zur Urananreicherung eine US-Drohne abgeschossen zu haben. Das Objekt sei über dem Werk geflogen, um die Lage der Anlage zu präzisieren und weitere Aufklärungsinformationen zu sammeln. Nähere Informationen liegen noch nicht vor.

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