Wirtschaft

Italiener Mario Draghi wird neuer Chef der Europäischen Zentralbank

Der EU-Gipfel der europäischen Staats- und Regierungschefs hat sich am Freitag auf den Italiener Mario Draghi (63) als neuen EZB-Chef und Nachfolger des Franzosen Jean-Claude Trichet geeinigt. Damit Italien nicht zu starken Einfluss in der EZB erhält, muss dafür aber Lorenzo Bini Smaghi bis Jahresende auf seinen Sitz im EZB-Direktorum verzichten. Der ehemalige Harvard-Professor Draghi gilt als Pragmatiker, vermeidet eher klare Aussagen zur Zinspolitik, sondern fokussiert sich stattdessen lieber auf die Wirtschaftspolitik oder die Stabilität des Bankensystems. Draghi hat auch bereits in dem italienischen Finanzministerium gearbeitet, bei der Finanzaufsicht, der Weltbank sowie in der Privatwirtschaft (Goldman Sachs) und war auch Chef des Finanzstabilitätsrats (FSB). Seit 2005 ist er der Chef der italienischen Notenbank. Somit ist er mit allen geldpolitischen Seiten vertraut. Draghi wird den EZB-Chefsessel vom 1. November 2011 bis zum 31. Oktober 2019 übernehmen.
 

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