Energie & Umwelt

Italienische Eni will Ukraine zur Gasmacht in Europa machen

Die osteuropäische Ukraine verfügt über ein gigantisches Potential an Energieressourcen. Die gesamten einheimischen Schiefergasvorräte (unkonventionelle Gaslagerstätte) seien die größten in Europa. Allein diese Vorkommen werden auf 5.000 Mrd. bis 8.000 Mrd. Kubikmeter geschätzt, die ergiebigen konventionellen Schelfgas-Lagerstätten im Festlandsockel des Schwarzen Meeres noch gar nicht mit eingerechnet. Die Vorräte an Grubenmethan in den Bergbauregionen Donetsk und Luhansk machen zusammen rund 7.000 Mrd. bis 8.000 Mrd. Kubikmeter aus (2,9% der Weltvorräte). Im ersten Halbjahr 2011 kostete das russische Erdgas in Westeuropa durchschnittlich 353 Dollar pro 1.000 Kubikmeter. Die Reserven übersteigen also die Billionen-Euro-Grenze deutlich.

Derzeit fördert das Land jährlich rund 20 Milliarden Kubikmeter Gas für den Eigenbedarf und kauft zusätzlich 40 Milliarden in Russland ein. Daher werden Partner gesucht, die bei der Erschließung der Lagerstätten technisches Knowhow bereitstellen (Tiefseeförderung im Schelf sowie unkonventionelle Gasförderung). Nun hat der nationale ukrainische Gasversorger Naftogaz Ukrainy, der mehr als 90% der gesamten Öl- und Gasfördermenge der Ukraine bestreitet, mit dem italienischen Öl- und Gaskonzern Eni S.p.A ein Abkommen geschlossen. Zusammen sollen geologische Erkundungsarbeiten auf dem ukrainischen Festland und in einem Tiefwassergebiet des Schwarzen Meeres durchgeführt werden. Seitens Naftogaz heißt es: „Das Abkommen sieht die Möglichkeit einer Beteiligung von Eni S.p.A. an der Erkundung, dem kommerziellen Abbau, der forschungs- und industriemäßigen bzw. der industriellen Förderung von Energieträgern auf den erkundeten Territorien vor.“

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