Wirtschaft

Italienische Justiz mit Razzia bei Ratingagenturen

Am Mittwoch wurden die Geschäftsräume der Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s in Mailand durchsucht und Material beschlagnahmt. Im Zusammenhang mit ungewöhnlichen Kursbewegungen an der Mailänder Börse liegt der Verdacht von kriminellen Machenschaften vor, die hinter den Kursstürzen am 8. und 11. Juli stecken könnten. Es gehe laut der Staatsanwaltschaft um die Frage, ob sich die Agenturen an die Regeln des Geschäfts gehalten hätten. Die Ratingagenturen betonen, sich stets korrekt verhalten zu haben und haben sich zur Zusammenarbeit mit den Staatsanwälten bereiterklärt. Es liegen Strafanzeigen zweier Verbraucherverbände vor. Eine bemängelt die Veröffentlichung eines Moody’s-Berichts vom Mai 2010, in dem vor Ansteckungsgefahren der Griechenland-Krise für die italienischen Banken gewarnt wurde. Die andere geht gegen S&P wegen der Drohung der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Italiens vom Mai dieses Jahres.

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