Energie & Umwelt

Japan: Atommeiler werden wegen Stresstest abgeschaltet

Wegen dem fatalen Zwischenfall im AKW Fukushima sollen alle anderen Atomkraftwerke einem Stresstest unterzogen werden, um der besorgten Bevölkerung Gewissheit über die Sicherheit zu geben. 35 der 54 Kraftwerke sind derzeit wegen den Sicherheitsprüfungen abgeschaltet worden. Um Engpässe zu vermeiden drängt die Regierung auf eine schnelle Durchführung der Inspektionen. Die akute Stromknappheit wirkt sich auch negativ auf die Wirtschaft aus – insgesamt war das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal um 3.5 Prozent gesunken. Die Regierung hält außerdem die Bevölkerung zum Energiesparen an, da sich Japans Strombedarf im Sommer, vor allem wegen der hohen Anzahl an Klimaanlagen, um ein Vielfaches erhöht. Mit einem massiver Anstieg an Investitionen in Energiespartechnik und der Kampagne „Cool Biz“, die den Stromverbrauch der Wirtschaft um 15 Prozent senken soll, hoffen die Japaner diese Stromnot zu überstehen. Der Strommix in Japan besteht aus: Kohle 26,6 Prozent, Atomkraft 23,9 Prozent, Erdgas 26,2 Prozent, Erdöl 12,9 Prozent und  Erneuerbarer Energien 9,5 Prozent (Stand 2008).

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