Wirtschaft

Japan: Gesamtwirtschaftliche Erholung bei hoher Staatsverschuldung

Die japanische Wirtschaft zeigt nach der Natur- und Atomkatastrophe Erholungserscheinungen. Das Bruttoinlandsprodukt ist wieder kräftig gestiegen. Dazu haben nicht zuletzt staatliche Ausgabenprogramme beigetragen, die die binnenwirtschaftliche Nachfrage stützen. Allerdings hat sich dadurch die Staatsverschuldung erhöht, die inzwischen bei über 230 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt und weiter zunehmen dürfte. Die Steuereinnahmen reichen schon seit Jahrzehnten nicht aus, um die Ausgaben zu decken. Jedoch sieht sich Japan nicht mit den typischen Erscheinungsformen einer Verschuldungskrise konfrontiert. Die im internationalen Vergleich sehr hohe Staatsverschuldung hat zwar im Mai zu einem erneuten "Downgrading" durch die Ratingagentur Fitch geführt; die Zinsen blieben jedoch auf einem niedrigen Niveau. Dies liegt auch daran, dass Regulierungen die Marktmacht der US-amerikanischen Ratingagenturen beschneiden.

Den vollständigen Beitrag von Dr. Mechthild Schrooten können Sie in dem DIW Wochenbericht 32/2012 des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung weiterlesen.

"Japan nach Fukushima: Wachstum bei Rekordverschuldung" Sieben Fragen an Dr. Mechthild Schrooten – Link zum Audio-Podcast.

(Quelle: DIW)

 

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