Wirtschaft

Käufer für dritten Standort der insolventen Manroland in Offenbach gefunden

Der weltweit zweitgrößte Druckmaschinenhersteller Manroland musste am 25. November 2011 nach mehreren verlustreichen Jahren in Folge Insolvenz angemeldet. Die digitale Revolution hatte die Druckmaschinenbranche überrollt, der Weltmarkt ist um über 50% eingebrochen. Das Traditionsunternehmen unterhält drei Standorte in Augsburg (Bayern), Plauen (Sachsen) und Offenbach (Hessen). Am 18. Januar 2012 hat die Lübecker Possehl-Gruppe, ein Mischkonzern mit neun unabhängigen Geschäftsbereichen, nun den Zuschlag für das Werk in Augsburg erhalten. Mit Plauen wurden zugleich langfristige Lieferbeziehungen vereinbart, wodurch die Auslastung sichergestellt sei. Eine spätere Beteiligung von Possehl am Plauener Werk wurde zudem in Aussicht gestellt. Damit war nur noch das Schicksal des Standorts Offenbach mit dem dort angesiedelten Bogendruckgeschäft weiterhin offen.

Nun hat der britische Geschäftsmann Tony Langley mit seiner Technologiegruppe Langley das Werk in Offenbach erworben. Dies betrifft sämtliche Produktionsanlagen und die Immobilien in Offenbach, sowie die komplette Vertriebsorganisation. Zu dem Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Langley erklärte, er sehe gute wirtschaftliche Perspektiven für das restrukturierte Unternehmen mit künftig 860 Mitarbeitern (bisher 1.760). Insgesamt fallen durch die Zerschlagung des insolventen Unternehmens 2.200 der 4.700 Arbeitsplätze weg.
(mb)

 

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