Wirtschaft

Kartellamt verhängt Millionenstrafe gegen Spülmittelhersteller

Das Bundeskartellamt hat wegen Preisabsprachen bei Spülmitteln ein Millionenbußgeld verhängt. Der Konsumgüterriese Reckitt Benckiser habe durch vier Absprachen über Preiserhöhungen mit dem Konkurrenten Henkel zwischen 2005 und 2007 den Verbrauchern zu viel Geld für Geschirrspülmittel abverlangt. So haben beide Unternehmen im Oktober 2006 beispielsweise die Packungsgrößen bei „Calgonit“ sowie „Somat“-Tabs gleichzeitig und nach Absprache reduziert und damit die Preise indirekt um rund 13% pro Packung erhöht. Betroffen sind auch weitere Produkte, wie die Waschmittelzusätze der Marken Vanish Oxi Action und Sil sowie die Allzweckreiniger Cilit Bang und Bref. Das Unternehmen Reckitt sowie einige seiner verantwortlichen Manager müssen nun insgesamt 24 Millionen Euro Bußgeld bezahlen. Henkel kommt aufgrund der Kronzeugenregelung ohne Strafgeld davon – das geständige Unternehmen hatte die Untersuchung 2010 ins Rollen gebracht. Aber auch Reckitt habe mit den Kartellwächtern kooperiert und konnte dadurch die Höhe der Geldstrafe reduzieren.
 

 

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