Wirtschaft

Kartellstrafen im Waschmittelmarkt – Henkel zahlt 92 Mio. Euro

Die französischen Wettbewerbshüter haben wegen illegaler Preisabsprachen bei Waschmitteln auf dem französischen Markt zwischen 1997 und 2004 ein Strafgeld gegen Henkel und seine US-Konkurrenten Procter & Gamble und Colgate Palmolive verhängt. Drei bis viermal im Jahr habe es für die Preisabsprachen extra Treffen von Führungskräften in Pariser Hotels und Restaurants gegeben, so die Kartellwächter. Die britische Unilever ging straffrei aus, da sie von der Kronzeugenregelung profitiert und mit dem Geständnis die Untersuchung ins Rollen brachte. Henkel muss 92,3 Millionen Euro zahlen, Procter & Gamble sogar 233,6 Millionen Euro und Colgate Palmolive 35,4 Millionen Euro. Henkel ist laut einer Stellungnahme weder mit dem Bußgeld noch mit der rechtlichen Bewertung einverstanden und will gegen die Entscheidung vorgehen.

Das Bundeskartellamt hatte bereits 2008 Bußgelder in Höhe von 37 Millionen Euro gegen Henkel, Unilever und Sara Lee wegen unerlaubter Preisabsprachen bei Waschmitteln verhängt. Mit Waschmitteln, Reinigern und Geschirspülmitteln werden im laufenden Jahr 2011 rund 4,3 Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt. Im November konnte Henkel selbst von der Kronzeugenregelung profitieren und ging bei den Urteilen gegen illegale Preisabsprachen bei Spülmitteln straffrei aus (24 Millionen Euro Bußgelder).

 

 

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