Mittelstands-Bank leitet rechtliche Schritte gegen JP Morgan ein

Sep 8 2011 • RegionalesKeine Kommentare

Die Auswirkungen der Immobilienblase 2007 sind immer noch bei vielen Banken spürbar. Wie beispielsweise bei der Düsseldorfer Industriebank IKB. Die Mittelständische Bank hatte sich Wertpapiere im Wert von 159 Millionen Dollar vom amerikanischen Immobilienriesen JP Morgan besorgt. Diese entpuppten sich dann entgegen Versicherungen von JP Morgan als risikoreiche Hypothekenkredite. In Folge des Platzens der Immobilienblase wurde die Industrie Bank dann an den Rand ihrer Existenz gebracht und musste von der staatlichen KfW Bankengruppe mit einer Geldspritze von 10 Milliarden Euro gerettet werden. Im Moment besitzt der amerikanische Finanzinvestor Lone Star die Mehrheit an der Bank. Mit der Klage will die IKB vor allem die Verjährung des Falles verhindern und ihren Anspruch auf Schadensersatz geltend machen, da sie sich von der Wall Street arglistig getäuscht sieht. Die Mittelstands-Bank erhofft sich mindestens 42 Millionen Dollar von der amerikanischen Großbank.

JP Morgan geht es im Moment besser als so manchen Investoren, die in ihre faulen Wertpapiere investiert hatten. Allein im 2. Quartal 2011 erwirtschaftete das riesige Finanzunternehmen einen Gewinn von 5,4 Milliarden Dollar. JP Morgan hat sich von seinen riskanten Geschäften und gescheiterten Spekulationen, wie die meisten führenden Großbanken, erstaunlich schnell erholt und schreibt wieder gigantische Milliardengewinne. Andere Banken, wie die IKB, benötigen zur Erholung weit aus mehr Zeit.


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