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Motorolas letzte defizitären Quartalszahlen vor der Google-Übernahme

Der Handybauer Motorola Mobility hat wohl zum letzten Mal seine Unternehmenszahlen vorgelegt. Trotz eines boomenden Smartphone-Geschäfts und eines gestiegenen Umsatzes von +11% auf 3,3 Milliarden Dollar verlor das Unternehmen im dritten Quartal 32 Millionen Dollar. Insgesamt wurden von Juli bis September 11,6 Millionen Handys verkauft, davon 4,8 Millionen der teuren und damit besonders lukrativen Smartphones. Allerdings haben vor allem die hohen Kosten für die Entwicklung neuer Modelle die Gewinne aufgezehrt.

Motorola dürfte zum letzten Mal als eigenständiges Unternehmen seine Geschäftszahlen vorlegt haben: Der IT-Riese Google hatte im August angekündigt, die Handy-Traditionsschmiede für 12,5 Milliarden Dollar übernehmen zu wollen. Noch stehen allerdings die Genehmigung der Wettbewerbshüter und der Motorola-Aktionäre aus.

Die Übernahme wird vor allem innerhalb der Android-Familie äußerst skeptisch gesehen, da Google nun von dem reinen Anbieter des Betriebssystem mit der Übernahme auch zum direkten Konkurrenten als Handy-Hersteller wird. Trotz gegenteiliger Bekundungen von den Android-Nutzern wie Samsung, HTC, Sony und LG herrscht offenbar Nervosität, die Microsoft für sich zu nutzen gedenkt. Befürchtet wird, dass Motorola eine bevorzugte Stellung erhalten könnte. Microsoft könnte dann dadurch punkten, dass es versucht, mit seiner aus der Computerwelt bekannten Rolle als Betriebssystem-Hersteller für alle zu punkten.

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