Energie & Umwelt

Neue EU-Kennzeichnungspflicht für Energieeffizienz

Die Bundesregierung hat am gestrigen Dienstag das Gesetz zur Neuordnung des Energieverbrauchskennzeichnungsrechts beschlossen. Berlin reagiert damit auf EU-Vorgaben aus Brüssel, die es umzusetzen galt. Ziel ist eine europaweit einheitliche Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Produkten.

Die Neuregelung umfasst dabei vor allem einen erweiterten Anwendungsbereich: Die bereits aus dem Haushaltsgerätebereich bekannte farbige Effizienzskala (grün = sehr effizient,
rot = wenig effizient) wird damit auf weitere energieverbrauchsrelevante Produkte ausgeweitet. Darunter fallen Produkte, die entweder selbst Energie verbrauchen oder mittelbare Auswirkungen auf den Energieverbrauch haben (z.B. Fenster). Die EU-Kommission hat bislang bis zu 35 Produktgruppen mit hohem Energieeinsparpotential ausgewählt, für die nun schrittweise produktspezifische EU-Verordnungen festgelegt und verabschiedet werden.

Der zweite Schwerpunkt der Neuregelung liegt bei einer besseren Marktüberwachung. Dadurch erhalten die Bundesländer größere Rechte, die Einhaltung der Kennzeichnungsvorschriften zu überwachen, beispielsweise durch die Ermächtigung zu Stichproben.

Bundeswirtschaftsminister Rösler kommentiert: „Das neue Gesetz führt zu einer besseren Energieeffizienz im Produktbereich. Zudem wird die Information der Verbraucher gestärkt. Künftig werden auch weitere Produkte das beim Verbraucher bereits bekannte farbige Effizienzlabel tragen. Die EU-Kommission hat hierzu verschiedene Produktgruppen ausgewählt, die nun schrittweise verabschiedet werden sollen. Dazu zählen etwa Heizkessel, Warmwasserbereiter oder gewerbliche Kühlgeräte.“

 

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