Neue Medien

Nicht nur Sexindustrie heiß auf neue .xxx Domains

Die Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) hat nach jahrelanger Diskussion und Einwände seitens der Erotikbranche die Domäne „.xxx“ auf den Weg gebracht. Die für die Pornoindustrie zugeschnittene Domäne soll Seiten mit erotischen Inhalten markieren und ein Zeichen für sicheres Surfen sein. Seiten mit .xxx würden täglich von Antivirusprogrammen sowie Organisationen auf Vieren oder Trojaner untersucht werden und müssen sich den speziellen Richtlinien der ICANN beugen. Im Gegenzug genießen die Erotikseiten mit der neuen Domain mehr Vertrauen unter Kunden und besitzen so einen höheren Marktwert, ganz zu schweigen von den effektiven Marketingmöglichkeiten. Damit ist das Wettrennen der Firmen eröffnet, sich ihren Domain-Namen zu sichern, bevor es andere tun.

Aber nicht nur die Pornoindustrie hat großes Interesse an der neuen Domain. Internationale Unternehmen außerhalb dieser Industrie, wie Matel, Viacom und sogar das Rote Kreuz, stehen bei der ICANN auch schon Schlange, um sich eine .xxx Adresse zu sichern. Der Grund dafür, ist die Angst vor „Cybersquatting“, auch Domänenbesetzung genannt. Unbeteiligte Dritte sichern sich den Domain-Namen einer großen Firma oder Produkts, die die dann zu horrenden Preisen an das Unternehmen verkauft. Dem wollen die Unternehmen zuvor kommen und nebenbei auch verhindern, dass Seiten wie redcross.xxx oder barbie.xxx im Netz auftauchen.

Ab dem 7. September ist es möglich, sich Domain-Namen im Voraus zu reservieren. Ab dem 6. Dezember ist .xxx offiziell Teil des Internets. Über 900.000 „Interessensmeldungen“ sind bereits für diverse Produkte oder Firmen bei der ICANN eingegangen.
 

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