Energie & Umwelt

Noch eine Pleite in der Solarbranche: Firma Inventux geht in die Insolvenz

Ein weiteres deutsches Solarunternehmen musste nun Insolvenz anmelden. Diesmal hat es die Inventux Technologies AG aus Berlin erwischt. Das 200 Mitarbeiter starke Unternehmen, das 2007 gegründet worden war, produziert seit 2008 Dünnschichtmodule auf der Basis von gasförmigen Silizium, auch Silan genannt.

Der Konzern gab als Grund für die Insolvenz an, dass die Herstellung der Dünnschicht-Solarmodule in Deutschland nicht mehr kostendeckend realisierbar sei. "Bei Inventux geht es auch um die Frage, ob wir in Deutschland eine zukunftsweisende Technologie wie die Herstellung von siliziumbasierten Dünnschichtmodulen halten können oder ob es asiatischen Herstellern mit Dumpingpreisen unter Herstellkosten gelingt, einen weltweit führenden Hersteller vom Markt zu verdrängen", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Rolf Rattunde. "Die Preise im Solarmarkt sind zurzeit so niedrig, dass eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Preisgestaltung nicht mehr gegeben ist."

Zunächst soll die Auftragsbearbeitung der Firma weitergehen. Momentan laufen auch Gespräche mit potentiellen Investoren. Bereits in den vergangenen Monaten hat es mehrere Insolvenzen in der Solarbranche gegeben, unter anderem die Unternehmen Solon aus Berlin, Solar Millenium aus Erlangen, Q-Cells aus Bitterfeld, Solarhybrid aus dem Sauerland sowie Sovello aus Bitterfeld.

(sm)

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