Wirtschaft

Ratingagenturen stufen südeuropäische Banken ab

Spanien und Italien wurden beide stark von der europäischen Finanzkrise getroffen. Beide müssen rigorose Sparmaßnahmen durchführen, um ein weiteres Abschwächen der Wirtschaft zu verhindern. Gegen diese schmerzhaften Sparpakete und Einsparungen haben tausende von Italiener und Spanier protestiert und dabei große Teile des Landes lahmgelegt. Um eine drohende Finanzkatastrophe abzuwenden, scheinen die Einschnitte jedoch unvermeidlich. Jetzt wird es für die beiden Länder aber in Zukunft noch schwieriger werden ihre Schulden abzubauen. Die beiden größten Ratingagenturen S&P und Fitch haben die Kreditwürdigkeit bei zahlreichen südeuropäischen Banken abgestuft. Darunter fallen auch Großbanken an der Börse wie Banco Santander und BBVA. Als Grund für die Abstufung gaben die Institute den schwächelnden Immobilienmarkt in Spanien und wachsende Unsicherheiten am Kapitalmarkt an. Konkret bedeutet das, dass die Länder nun höhere Kreditzinsen bezahlen müssen, was die Wiederherstellung der Finanzlage weiter erschweren wird. Allein in Italien werden die geplanten Sparmaßnahmen jeden Haushalt um durchschnittlich 1.000 Euro im Jahr mehr belasten.

S&P hatte Deutschland und Frankreich bereits auch mit einer Abstufung gedroht. Durch den erweiterten EU-Rettungsschirm könnte die Finanzlage in Deutschland auch an Sicherheit verlieren und weniger Kreditwürdig werden. Dies könnte das gegenwärtig solide Wachstum von Deutschland in Gefahr bringen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.