Wirtschaft

Reallöhne sind 2011 preisbereinigt um 1,0% gestiegen

Die preisbereinigten Reallöhne der Arbeitnehmer sind 2011 im Schnitt um 1,0% gestiegen, nach 1,5% in 2010 und -0,4% in 2009. Zwar sind die Nominallöhne 2011 um 3,3% gestiegen, allerdings war auch die Teuerungsrate mit 2,3% vergleichsweise hoch. Die detaillierten und endgültigen Daten veröffentlicht das Statistische Bundesamt voraussichtlich Ende März.

Deutschland hat laut der Internationalen Arbeitsorganisation ILO die schlechteste Reallohnentwicklung im Industrieländervergleich: Seit der Jahrtausendwende schrumpften die Reallöhne in Deutschland um -4,5%. Lediglich Japan wies in dem Vergleich noch mit -1,8% eine negative Entwicklung auf. Es führt Norwegen (+25,1%), vor Finnland (+22,0%) und Südkorea (+18,3%). Die Geringverdiener in Deutschland mussten in dem selben Zeitraum einen Reallohnverlust von 20% hinnehmen.
(mb)

 

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