Wirtschaft

Rendite für griechische Staatsanleihen steigt auf 25 Prozent

Die Rendite für zweijährige griechische Staatsanleihen stiegen am Mittwoch erstmals über die Marke von 25 Prozent (die Rendite für deutsche Staatspapiere mit entsprechender Laufzeit liegt bei 1,76 Prozent). Zehnjährige Papiere rentierten mit 16,407 Prozent. Da sich Griechenland jedoch derzeit über den europäischen Rettungsfonds finanziert, hat das noch keine Konsequenzen für das Land. Eine schnelle Rückkehr an die Kapitalmärkte wird dadurch allerdings immer unwahrscheinlicher. In der Reaktion wird an den Finanzmärkten weiter über eine Umschuldung von Griechenland spekuliert. So kritisiert auch der weltgrößte Anleiheninvestor Pimco (Tochter des Versicherers Allianz), im Falle Griechenlands sei bereits eine zu große Schuldenlast auf öffentliche Institutionen und die Steuerzahler abgewälzt worden. Pimco empfiehlt daher „eine möglichst freiwillige und ordentliche Umschuldung“. Pimco-Chef Mohamed El-Erian: “Die bisherigen Lösungsversuche für Griechenland haben nicht funktioniert. Und viele, mich eingeschlossen, glauben auch nicht daran, dass sie künftig funktionieren werden.“ Griechenland benötige daher neben Sparsamkeit und Strukturreformen Maßnahmen zur Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit. Neben Liquiditätshilfen gehöre dazu auch eine Umschuldung. Obwohl Griechenland seit einem Jahr große Opfer bringe, sei es weit davon entfernt, seine wirtschaftliche und finanzielle Stabilität wiederzuerlangen. Die Konsequenz müsste daher lauten „Rettungsversuche aufzugeben, wenn sie nicht funktionieren und auch künftig nicht funktionieren werden.“ Eine Umschuldung bedeutet, dass die Inhaber dieser Staatsanleihen, beispielsweise durch eine Streckung der Rückzahlung oder durch einen "hair cut" nach dem Rasenmäherprinzip, auf Teile ihrer Forderungen verzichten müssen.

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