Wirtschaft

Rupert Murdoch gönnt sich 150% mehr Gehalt trotz 4-Mrd.-Skandal-Verlust

Der Abhörskandal um das britische Traditionsblatt „News of the World“ hatte der Mediengruppe News Corp. des Multimilliardärs und Boulevard-Königs Rupert Murdoch bereits Mitte Juli über vier Milliarden Dollar gekostet. Der Großteil von 3,2 Milliarden Dollar (rund 10% des jährlichen Konzernumsatzes) wurde dabei in den Kauf eigener Aktien gesteckt, um den abstürzenden Kurs nach dem Bekanntwerden des Abhörskandals zu stützen. Die Kursverluste haben zudem Murdochs persönliche Unternehmensanteile um eine halbe Milliarde Dollar zusammenschmelzen lassen.

Dennoch hat sich der Milliardär in dem nun abgelaufenen Geschäftsjahr eine satte Gehaltserhöhung gegönnt. Mit rund 33,3 Millionen Dollar verdiente er rund 150% mehr als ein Jahr zuvor. Ein großer Teil geht dabei auf einen Bonus in Höhe von 12,5 Millionen Dollar zurück. Sein Sohn James, als Chef des Europageschäfts für die inzwischen eingestellte „News of the World“ verantwortlich, verzichtete auf einen ihm immer noch zustehenden Bonus über sechs Millionen Dollar, kann sich aber mit einer Lohntüte über 11,9 Millionen Dollar trösten. Zu dem US-Konzern News Corp. gehören unter anderem das „Wall Street Journal“, der Fernsehsender Fox News sowie das Filmstudio 20th Century Fox.

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