Energie & Umwelt

Saudi-Arabien im Atomwahn – 16 AKW bis 2030 und Drohung mit „Der Bombe“

Laut der britischen „Guardian“ hat Saudi-Arabien der Nato gegenüber die Entwicklung eigener Atombomben für den Fall angekündigt, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen sollte. In diesem Fall werde das auf einer riesigen Ölblase schwimmende absolutistische Königreich, so wird Prinz Turki al-Feisal im Folgenden zitiert, eine Politik verfolgen, die dramatische Konsequenzen haben könne.

Über die entsprechende Technologie könnte das Wüstenreich schon bald verfügen: Der weltgrößte Ölexporteur und treue US-Verbündete will bis 2030 über 100 Milliarden Dollar (rund 70 Milliarden Euro) in die Erschließung der zivilen Nukleartechnologie investieren. In zehn Jahren soll dann bereits das erste von insgesamt 16 bis 2030 geplanten Atomkraftwerken ans Netz gehen. Sie sollen dann 20 Prozent des für Solarthermie prädestinierten Wüstenlandes erzeugen. Pro Reaktor werden sieben Milliarden Dollar Baukosten kalkuliert. Saudi-Arabien bestreitet über 90 Prozent seiner Staatseinnahmen aus den Ölexporterlösen. Laut aktuellen Schätzungen verfügt das Land noch über 400 bis 716 Milliarden Barrel Erdöl. Bei einem derzeitigen Preis von rund 100 Dollar pro Barrel ergibt dies einen Wert von 40 bis 72 Billionen Dollar. Das die erneuerbaren Energien in dem Wüstenreich keine Chance haben liegt an der verfehlten Politik: Die subventionierten Strompreise liegen weit unter den Entstehungskosten und rangieren mit ca. 1,5 Cent pro kWh bei rund einem Zehntel des Energiepreises in Deutschland. Für ein verstärktes Investment bei Erneuerbaren Energien fehle daher laut Germany Trade & Invest die Nachfrage. Die verzerrte Kostenfrage sei das entscheidende Hindernis für eine Forcierung der alternativer Energiequellen.

(mb)

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