Wirtschaft

Schweizer Forschungsunternehmen entlarvt Mindestlohn-Lüge

Das renommierte Schweizer Forschungsunternehmen Prognos hat in einer Studie belegt, dass die deutsche Volkswirtschaft – entgegen zahlreicher arbeitgebernaher Äußerungen, die das Lohndumping propagieren – erheblich von einem moderaten gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde profitieren würde. Allein das dadurch erzielte Plus von mehr als sieben Milliarden Euro für die staatlichen Haushalte wäre ein deutlicher Beitrag zur Reduzierung der öffentlichen Defizite. Der Kaufkraftzuwachs der betroffenen Arbeitnehmer hätte zudem weitere stimulierende Impulse für die Binnennachfrage und damit das Wirtschaftswachstum. Derzeit würden der Studie nach fünf Millionen (!) Arbeitnehmer davon profitieren, die bislang unterhalb dieser Grenze rangieren. In unseren westlichen Nachbarländern existiert bereits ein höherer Mindestlohn als dieser Berechnung zugrunde gelegt ist: In Belgien (8,58 Euro), den Niederlanden (8,74 Euro), Frankreich (9,00 Euro) und Luxemburg (10,16) Euro. Insgesamt gibt es in 20 der 27 EU-Staaten einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn. In Deutschland gibt es hingegen nur branchenspezifische Lohnuntergrenzen, etwa beim Bau und der Pflege, die teilweise bei 6,50 Euro losgehen, für zahlreiche Branchen existiert kein Mindestlohn.
 

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