Energie & Umwelt

Sea Shepherd Gründer Paul Watson kommt vorerst frei

Der letzte Woche in Frankfurt festgenommene Gründer der Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, Paul Watson, kommt gegen eine Kaution von 250.000 Euro frei. Dies teilte das Oberlandesgericht Frankfurt mit. Jedoch darf Watson Deutschland vorerst nicht verlassen, bis über das Auslieferungsverfahren entschieden wurde.

Watson wurde aufgrund eines in Costa Rica ausgestellten Haftbefehls festgesetzt. Die Festnahme war umstritten, da Interpol von einer Inhaftierung abgeraten hatte. Zudem wurde der Haftbefehl aus Costa Rica erst 2011 ausgestellt, obwohl die ihm vorgeworfenen Straftaten auf 2002 datiert sind. Watson soll die Crew eines Finning-Schiffes – beim Finning werden Haifischen die Flossen abgeschnitten und anschließend werden die Tiere lebendig ins Meer geworfen – bedroht und mit einer Wasserkanone angegriffen haben.

Das OLG Frankfurt hatte zunächst die Auslieferungshaft angeordnet, den Haftbefehl dann aber unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Entscheidung über eine Auslieferung hat das Bundesjustizministerium. Unterstützung bekommen die Tierschützer von den Grünen im Bundestag. "Es ist zu befürchten, dass Paul Watson in Costa Rica kein faires Verfahren erwartet", sagte Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik und Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion.

(sm)

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