Regionales

Seehofer prognostiziert ein grünes Bayern

Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat sich klar für die Energiewende in Bayern ausgesprochen und will die von der Bundesregierung festgelegten Richtlinien weit übertreffen. Bis 2020 sollen mindestens 35% des in Deutschland produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. Bayern hingegen, will bis dahin 50% schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind umfangreiche Änderungen in der Energielandschaft des Bundeslandes nötig, wird doch über die Hälfte des Stroms aktuell aus AKWs gewonnen. Zu diesem Zweck sollen die Anstrengungen in jedem Bereich der Grünen Energien angezogen werden. Die Wasserkraft soll von 15% auf 17% steigen, die Ackerfläche für nachwachsende Energiepflanzen um 100.000 auf 500.000 Hektar erhöht werden und der Anteil der Photovoltaik mehr als verdoppelt, sowie der der Erdwärme sogar auf 1.800 Megawatt versechsfacht werden.

Das bisher kaum wahrgenommene Windkraftpotential in Bayern soll ebenfalls stärker genutzt werden. Im Moment werden nur 0,6 Milliarden Kilowattstunden von bayerischen Windkraftanlagen erzeugt. Bis 2020 soll diese Leistung auf 18 Milliarden erhöht werden, was die Installation von ungefähr 1.500 Windrädern bedeuten würde. Schätzungsweise könnte die Windenergie in Bayern 35 Millionen Kilowattstunden erzeugen, so Günter Beermann, Landesvorsitzender des Bundesverbandes WindEnergie e.V. Damit könnte der gesamte in Bayern benötigte Atomstrom durch Windenergie ersetzt werden.

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