Energie & Umwelt

Siemens Konkurrent Alstom will mit deutscher Repower in Offshore-Windenergie einsteigen

Der französische Industriekonzern Alstom hegt offenbar Absichten, das deutsche Windenergieunternehmen Repower zu übernehmen. Damit soll Medienberichten zufolge der Einstieg in die Offshore-Windenergie gelingen. Der global agierende französische Industrie- und Mischkonzern Alstom baut unter anderem Hochgeschwindigkeitszüge und elektrische Übertragungsanlagen, ist aber im Gegensatz zu seinen Konkurrenten Siemens und General Electric noch kaum in dem lukrativen Offshore-Windenergiemarkt vertreten. Hier winken laut dem US-Investor Blackstone aufgrund der über 12 Jahre zugesicherten Einspeisevergütung – auf Deutschland bezogen 150 Euro pro MWh – „Private-Equity-ähnliche Renditen“ von 15 bis 20% pro Jahr. Viele Länder, von Marokko bis China, haben allerdings bereits Anleihen an dem erfolgreichen deutschen Erneuerbaren Energie Gesetz (EEG) gemacht und fördern ihre energetische Autarkie von immer teurer werdenden Erdölimporten mit Investitionen in die zudem umweltfreundlichen regenerativen Energien.

Repower ist auf Offshore-Windenergieanlagen spezialisiert und erzielte in dem jungen Wachstumsmarkt zuletzt einen Jahresumsatz von 1,2 Milliarden Euro, die Gewinnmarge liegt bei rund 7-8%. Repower gehört zum indischen Windkonzern Suzlon, der derzeit in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Als Übernahmesumme wurden 1,5 Milliarden Euro genannt. Beide Seiten wollten die Gerüchte jedoch vorerst nicht kommentieren. Der Bereich der Offshore-Windenergie steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Weltweit nehmen jedoch die Projekte stetig zu. Auch in Frankreich sollen in den nächsten Jahren Milliardenprojekte vergeben werden.
(mb)

 

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