Wirtschaft

Staaten des arabischen Frühlings benötigen 160 Mrd. Euro in drei Jahren

Der IWF warnt, dass die Staaten des arabischen Frühlings, der jüngsten Aufstände und Revolutionen, über 160 Milliarden Euro innerhalb der nächsten drei Jahre benötigen würden. Hintergrund sind die so genannten Brot-Revolten: Demnach hat nicht nur allein der Wille nach demokratischen Reformen zu den Protesten geführt, sondern auch die wirtschaftliche Not und die gestiegenen Preise, vor allem von Rohstoffen, Lebensmitteln und eben auch Brot. Das Phänomen der Lebensmittelunruhen war schon im Jahr 2008 aufgetreten, als im Vorfeld der Finanzkrise die Spekulanten in Rohstoffe flüchteten und damit massive Preisaufschlägen verursachten, in deren Zuge es in vielen ärmeren Staaten der Welt zu Unruhen mit Dutzenden Toten kam. Der IWF hat nun die G8 und die reichen arabischen Länder aufgefordert, die Länder finanziell zu unterstützen: „Die Region muss sich auf einen grundlegenden Wandel seines Wirtschaftsmodells vorbereiten“, heißt es zur Begründung. Aufgrund der Unsicherheit an den Finanzmärkten über die politische und wirtschaftliche Entwicklung müsse nun die internationale Gemeinschaft einspringen. Der IWF selbst will 35 Milliarden Dollar bereitstellen. Der britische Premierminister Cameron warnte, dass ein Versagen der internationalen Gemeinschaft angesichts des Umbruchs in der arabischen Welt das Risiko von „Instabilität vor der Tür Europas, Rückfall in autoritäre Staatsformen, Konflikt und Terrorismus“ bedeuten könne.
 

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