Wirtschaft

ThyssenKrupp beendet U-Boot-Zusammenarbeit mit Ferrostaal

ThyssenKrupp will das gemeinsame Joint Venture Marine Force International (MFI) mit dem Essener Industriedienstleister Ferrostaal (Großanlagen) notfalls auch einseitig aufkündigen. MFI mit Sitz in London managed den Vertrieb der Rüstungsgüter. ThyssenKrupp Marine Systems wird diesen Vertrieb nun künftig von den deutschen Standorten des Unternehmens aus selbst übernehmen.

Hintergrund ist offenbar die Korruptionsaffäre um Ferrostaal. Die Münchner Staatsanwaltschaft wirft dem Unternehmen gegenwärtig vor, beim Verkauf von Schiffen der 214er-Klasse an Griechenland Schmiergelder in Millionenhöhe gezahlt zu haben. Insgesamt sollen bei dem Handelskonzern weltweit 336 Millionen Euro in dunkle Kanäle geflossen sein, unter anderem auch an Gaddafis Regime in Libyen.

ThyssenKrupp will offenbar ein Überspringen entsprechender Verdächtigungen auf seinen Geschäftsbereich verhindern. Rüstungsgeschäfte sind dabei stets besonders Korruptionsanfällig.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.