Wirtschaft

ThyssenKrupp will Problemwerke in Brasilien und USA verkaufen

ThyssenKrupp denkt laut über einen Verkauf seiner beiden neuen Problem-Stahlwerke in Brasilien („Problemhütte im Urwald“) und in dem US-Bundesstaat Alabama nach. Die Kosten für beide Werke waren zusammen auf über zehn Milliarden Euro explodiert. Allein das Werk in Brasilien wurde mit sechs Milliarden Euro rund dreimal so teuer wie gedacht. Daraufhin musste der Konzern 2,1 Milliarden Euro abschreiben und im Geschäftsjahr 2010/11 einen Verlust von 1,8 Milliarden Euro ausweisen, nach einem Gewinn im Vorjahr von 927 Millionen Euro.

Ekkehard Schulz, von 1999 bis Januar 2011 Chef des Stahlkonzerns und anschließend in den Aufsichtsrat das Amt des Kurators der Krupp-Stiftung gewechselt, hatte Ende 2011 die politische Verantwortung für das Milliardendesaster übernommen und alle seine Ämter niedergelegt. Schulz wies dabei den Vorwurf zurück, er habe die wahren Zahlen verschleiert, statt dessen habe er nach eigener Darstellung zu lange den falschen Leuten vertraut, „die mir die Lage geschönt dargestellt haben.“

(mb)

 

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