Energie & Umwelt

Todeszonen im Ozean: Verschmutzung der Meere verantwortlich

Im Golf von Mexiko gibt es ein Gebiet, Tausende von Quadratkilometern groß, in dem kein Meerestier, ob Muschel oder Fisch, überleben kann. Forscher der Texas A&M Universität glauben, dass sich das durchschnittlich 9.400 Quadratkilometer große Gebiet dieses Jahr auf über 15.000 Quadratkilometer ausbreiten könnte. Der Grund dafür ist Hypoxie: Das Wasser in dieser sogenannten „dead zone“, auf Deutsch Todeszone, hat einen so niedrigen Sauerstoffgehalt, dass die Meerestiere quasi Unterwasser ersticken. Hypoxie wird hauptsächlich durch die Verschmutzung des Wassers durch Dünger ausgelöst. Flüsse transportieren diesen ins Meer, wo sie das Wachstum von Algen enorm beschleunigen. Es kommt zu einer Algenblüte. Das Wasser kann deshalb Nachts weniger Sauerstoff speichern und beim Abbau der abgestorbenen Algen entziehen Bakterien dem Wasser zusätzlich Sauerstoff. Der Sauerstoffpegel sinkt auf tödlich niedrige Werte ab und das Massensterben beginnt. Dead Zones gibt es auf der ganzen Welt. Vor allem in den Meeren in der Nähe von Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte. Um Hypoxie zu verhindern ist neben der Reduzierung des Düngerverbrauchs, die Reinigung und Wiederherstellung von natürlichen Flussverläufen, Flussufern und Marschen nahe der Küste sinnvoll. Beobachtungen der Nasa haben ergeben, dass die Anzahl von Dead Zones im letzten Jarhundert explosiv angestiegen ist (siehe Karte).

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