Wirtschaft

Unternehmensbesteuerung: Konsequenzen einer zinsbereinigten Bemessungsgrundlage für Unternehmen und das Steueraufkommen

Ausgangslage und Motivation der Studie des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW):

Die Unternehmensbesteuerung in Deutschland ist weiterhin reformbedürftig. Im Hinblick auf die ökonomischen Wirkungen geht es um die Verbesserung der Entscheidungsneutralität der Besteuerung.

Die deutsche Unternehmensbesteuerung diskriminiert in hohem Maße die Eigenkapitalfinanzierung. Darüber hinaus werden Investitionsentscheidungen verzerrt. Die Diskriminierung der Eigenkapitalfinanzierung wirkt sich dann negativ auf das gesamtwirtschaftliche Investitionsvolumen aus, wenn zur Finanzierung von Investitionen vermehrt auf Eigenkapital zurückgegriffen werden muss, weil der Zugang zu Fremdkapital versperrt ist. Darüber hinauskann ein steuerlich getriebener überhöhter Verschuldungsgrad die Unternehmen insbesondere in Krisenzeiten zusätzlich destabilisieren.

Angesichts der negativen Auswirkung einer steuerlich getriebenen überhöhten Verschuldung in wirtschaftlichen Krisenzeiten gewinnt ein Reformkonzept wieder an Attraktivität, das insbesondere in den 1990er Jahren intensiv diskutiert wurde. Es handelt sich dabei um die zinsbereinigte Besteuerung, die eine fiktive Verzinsung des Eigenkapitals zum Abzug von der Bemessungsgrundlage zulässt und insoweit Finanzierungs- und Investitionsneutralität der Besteuerung gewährleistet.

Ziel dieser Studie ist es, die ökonomischen Implikationen der Einführung einer zinsbereinigten Besteuerung für Unternehmen in Deutschland zu analysieren. Eine vergleichbare Untersuchung für Deutschland liegt bislang noch nicht vor. Deshalb schließt die vorliegende Studie nicht nur eine Forschungslücke, sondern liefert darüber hinaus konkrete Hinweise für die Steuerpolitik zur Umsetzung eines solchen Reformvorhabens.

-> Link zu der vollständigen Studie.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.