Wirtschaft

US-Banken bestehen undurchsichtigen US-Stresstest

In Europa sind sich die Mitgliedsstaaten noch nicht über die entsprechenden Prüfkriterien eines schon beschlossenen erneuten Stresstests einig. Hintergrund ist, dass der letzte Banken-Test Mitte 2010 noch nicht einmal die gewaltigen Lasten im irischen Finanzsystem aufgedeckt hatte, über die der keltische Tiger dann im Jahresverlauf beinahe zusammenbrach. Die USA haben nun ihren Belastungstest für die US-Geldhäuser durchgeführt – allerdings, ohne die Kriterien und die Ergebnisse im Detail zu veröffentlichen. Laut der US-Notenbank Fed würden demnach mehrere Institute wieder über so viel Eigenkapital verfügen, dass sie selbst nach einer höheren Ausschüttung an die Aktionäre einen Rückfall in die Rezession überstehen würden. Mehrere US-Banken wie JP Morgan und Wells Fargo haben daraufhin eine starke Erhöhung ihrer Dividenden angekündigt. Die Dividende ist jedoch durch die Notenbank auf 30% des Gesamtgewinns beschränkt worden. Vor der Finanzkrise hatten die US-Banken zum Teil bis zu 50% ihres Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Fed sieht sich durch den Stresstest in ihrer Auffassung bestätigt, dass die Banken nun bereits wieder damit beginnen könnten, ihre unter dem Druck der Finanzkrise gebildeten Kapitalpolster abzubauen. Demnach haben die großen US-Geldhäuser ihr Stammkapital von Ende 2008 bis Ende 2010 um mehr als 300 Mrd. Dollar aufgestockt. Von den 19 getesteten, großen US-Banken haben nur noch vier Schulden bei der US-Regierung: First Ally (früher GMAC), KeyCorp, Regions Financial und Sun Trust.
 

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