Neue Medien

US-Firmen verlangen Passwörter für Facebook von ihren Bewerbern

Viele Unternehmen und Konzerne sind mittlerweile auch immer fleißig dabei, ihre potentiellen Neuangestellten einem gründlichen Backgroundcheck zu unterziehen. Und da dürfen natürlich auch die sozialen Netzwerke nicht fehlen. Was hierzulande bereits mit hochgezogenen Augenbrauen verfolgt wird, ist nun in den USA eine ganze Ecke schärfer geworden. Dem US-Bürger Justin Bassett ist es nämlich passiert, dass ein Unternehmen die Zugangsdaten für seinen Facebook-Account verlangte. Man könnte dem betreffenden Konzern dann ebenso gleich den eigenen Haustürschlüssel mitgeben, damit diese auch Zuhause mal nach dem Rechten sehen können. Der gelernte Statistiker hatte daraufhin seine Bewerbung aus Protest zurückgezogen. Nach einem Bericht der Associated Press soll diese Praxis durchaus schon viele Nachahmer haben. Bedauernswert ist nur, dass sich viele Menschen aus der Notwendigkeit einer Berufstätigkeit heraus nicht trauen, diesem Habitus einen Riegel vorzuschieben. Oftmals wird dieser eklatante Eingriff in die Privatsphäre geduldet, um eben die Chancen auf einen Job zu wahren.

In den US-Bundesstaaten Illinois und Maryland soll es per Gesetz untersagt werden, dass öffentliche Behörden nach Zugang zu Sozialen Netzwerken von Jobanwärtern verlangen. Zudem verletzt die Herausgabe von Login-Daten die Nutzungsbedingungen der meisten sozialen Netzwerke, was eine Sperrung des Accounts nach sich ziehen könnte.

(sm)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.