Wirtschaft

US-Großbank JP Morgan Chase soll 19 Mrd. Dollar Schadensersatz zahlen

Gerade erst war die US-Großbank JP Morgan Chase wegen zweifelhaften Geschäften mit Hypothekenpapieren im Vorfeld der Finanzkrise 2007/08 in einem Vergleich zu der Zahlung von 210 Millionen Dollar an Strafe und Wiedergutmachung gezwungen worden – US-Rivale Goldmann Sachs musste hier vor einem Jahr mit 550 Millionen Dollar mehr als doppelt so viel bezahlen. Laut der US-Börsenaufsicht SEC habe JP Morgan Investoren in die Irre geführt, „gerade als der Häusermarkt anfing zu fallen“. Zwar wurden die Ermittlungen im Gegenzug für das Handgeld eingestellt, doch um JP Morgan bleibt es nicht ruhig: Das Geldhaus war auch die Hausbank des größten privaten Betrügers aller Zeiten, ihres ehemaligen Geschäftspartners Bernard Madoff (73). Dieser hatte in einem Schneeballsystem seine Investoren um 60 Milliarden Dollar geprellt – und dafür 150 Jahre Haft erhalten. Nun verlangt der Treuhänder Irving Picard insgesamt 19 Milliarden Dollar Schadenersatz von JP Morgan Chase. Grund: Es gebe neue Beweise dafür, dass „JP Morgan Chase das Schneeballsystem von Madoff erst möglich gemacht hat. (…) JP Morgan Chase hätte nicht nur von dem vor sich gehenden Betrug wissen sollen, sie wussten es.“ Die Bank hätte somit den gewaltigen Milliardenbetrug quasi erlaubt.
 

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