Energie & Umwelt

USA verklagen BP wegen Ölkatastrophe – BP stößt weitere Aktiva ab

Der britische Ölkonzern BP verkauft weitere Aktiva, um Geld für die Beseitigung der Schäden der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu bekommen. Am 22.04.2010 war die Ölplattform Deepwater Horizon havariert und in den folgenden Wochen in der größten Ölpest der Geschichte rund 4,9 Mio. Barrel Öl ausgelaufen. Die gesamten Kosten stehen noch nicht fest, dürften aber einen zweistelligen Milliardenbetrag ausmachen (die Credit Suisse schätzte noch im Sommer die Kosten auf 37 Mrd. Dollar). Nun haben die USA Klage gegen BP und vier weitere Unternehmen eingereicht. Ihnen werden grobe Fahrlässigkeit und Verstöße gegen die Umweltgesetze der USA vorgeworfen. Sollte das Gericht tatsächlich eine grobe Fahrlässigkeit feststellen, könnte dies die Kosten für BP drastisch erhöhen. Beobachter rechnen dann, inklusive der Klagen von Privatpersonen und Firmen, mit Kosten für BP in Höhe von 80 Mrd. Dollar. Diese Woche hatte BP bereits seine Aktiva in Pakistan an das chinesische Unternehmen United Energy Group Limited (UEG) für 775 Millionen Dollar abgetreten. Nun sollen die Gasreserven, Werke, Gasspeicher und Anlagen in Kanada im Wert von 1 Mrd. Dollar folgen. Insgesamt hatte BP angekündigt, als Folge der Ölkatastrophe Aktiva im Wert von 30 Mrd. Dollar verkaufen zu wollen.
Für die Katastrophe hat BP bisher 40 Mrd. Dollar abgeschrieben.
 

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