Energie & Umwelt

Wärme geben, Wärme nehmen: E.ON verwirklicht einmaliges Projekt

Die Firma E.ON hat ein in Europa einzigartiges Projekt gestartet. Dabei sind Hausbesitzer mit solarthermischen Modulen in Hamburg ab jetzt in der Lage, Wärme in einen zentralen Wärmespeicher von E.ON einzuspeisen. Die Wärme wird in den Monaten, wo sie von dem Besitzer nicht benötigt wird, eingespeist und kann dann später in den kälteren Monaten wieder entnommen werden. Dabei ist der Solarnutzer weiter im Besitz seiner eingespeisten Wärme und kann genau so viel nutzen wie er eingespeist hatte. Somit würde dem Nutzer teure Investitionen in einen eigenen Speicher erspart bleiben (kosten zwischen etwa 500 und 3.000 Euro). „Die Kombination von dezentraler Erzeugung in Verbindung mit zentraler Speicherung wird ein wesentlicher Bestandteil der Energieversorgung von Morgen sein. E.ON zeigt mit diesem Projekt, dass es heute schon möglich ist, nicht nur regenerativ erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen, sondern auch Wärme“, erklärt Dr. Dierk Paskert, Netzvorstand der E.ON Energie AG. Der in Hamburg liegende Wärmespeicher hat ein Fassungsvermögen von 4.000 Kubikmetern und wurde eigens für dieses neue Projekt zu einem Multifunktionsspeicher umgebaut. Der Speicher ist mit einer Wärmedämmung von 20 Zentimeter Dicke ausgestattet und ist in seiner Gewichtsklasse bislang ohne Beispiel. Er ist außerdem mit dem Wärmeverbundnetz von Hamburg Ost verbunden und kann so auch die Wärme von weiteren dezentralen Wärmeerzeugern aufnehmen. Dieses Netz versorgt jedes Jahr etwa 50.000 Einfamilienhäuser mit insgesamt 400.000 Megawatt Wärme. E.ON konnte seinen Gewinn vor Steuern (Ebit) letztes Jahr auf 9,5 Milliarden Euro erhöhen.

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