Wirtschaft

Wanted: USA zahlen Kopfgeld für Steuersünder

Erstmals lobt die US-amerikanische Steuerbehörde IRS ein Kopfgeld auf Steuersünder aus, den so genannten „Whistleblower – Informant Award“ . 4,5 Millionen Dollar wurden einem internen Revisor einer Firma aus Philadelphia dafür gezahlt, dass er steuerliche Versäumnisse seiner Firma den Behörden gemeldet hat, nachdem diese den angesprochenen Fehler nicht beheben wollte. Die Nachzahlung belief sich dann für die betroffene Firma auf 20 Millionen Euro. Das Program des IRS sieht eine Belohnungsspanne zwischen 15 bis 30 Prozent der dadurch eingetriebenen Summe vor. Dies wird allgemein als eine neue Ära im Kampf gegen Steuersünder in den USA angesehen. Für die Steuerjahre 2008 und 2009 gingen bereits über 1.000 Tipps in dem Whistleblower-Büro der IRS ein, die rund 3.000 Steuerhinterzieher betreffen. Bei mehreren Hundert geht es um ausstehende Summen über 10 Millionen Dollar, bei einigen Dutzenden sogar um ausstehende Gelder von über 100 Millionen Dollar. Damit wird das illegale Kartell des Schweigens durchbrochen und das illegitime Hinterziehen staatlicher Gelder erschwert. Seit der Finanzkrise erinnern sich die Staaten weltweit sukzessive ihrer säumigen Zahler, um die klammen Kassen der Gemeinschaft aufzupolieren. Laut dem US-Senator Carl Levin sind den USA allein im Jahr 2006 rund 100 Milliarden Dollar an Einnahmen entgangen. Die stärkere Überwachung der illegalen Finanzströme und der Steueroasen hatte allerdings bereits mit dem Kampf gegen die Finanzierung des Terrorismus begonnen.

 

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