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AGITANO Wochenschau – 37/2012

Das war die Woche KW 37-2012 mit ihren Highlights:


Interessante Fachbeiträge, Studien und Interviews:

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler: "Besser über Mitarbeiterkapitalbeteiligung informieren". BM Rösler spricht im Interview über die Rahmenbedingungen besserer Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung in Deutschland, ihre Bedeutung für den Mittelstand und inwiefern die Mitbestimmung wichtige Vorarbeiten für den Erfolg von Beteiligungsmodellen geleistet hat.

Prof. Dr. Wagner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und sachverständiges Mitglied der Enquete Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität”, zum Zukunftsdialog und der Notwendigkeit eines neuen Sachverständigenrates.

Ernst & Young und Roland Berger Strategy Consultants stellen in einer gemeinsamen Studie zehn Hypothesen vor, wie Asset Manager (Vermögensverwalter) das veränderte Umfeld für sich nutzen können.

Kommentar aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zum Steuerabkommen Deutschland-Schweiz: "Keine weiteren Cowboy- und Indianerspiele."

Roland Berger Studie "GreenTech made in Germany 3.0 – Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland": Der Markt für grüne Technologien boomt mit 11,8 Prozent pro Jahr und ist zunehmend auch ein Wachstumsmotor für klassische Wirtschaftszweige. Deutschland hat einen weltweiten Marktanteil von 15%…

Analyse des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation: Sonne und Windkraft können das Stromnetz stabilisieren. In einem Stromnetz mit vielen kleinen Wind- und PV-Kraftwerken fällt seltener der Strom aus – neue Leitungen werden zudem kaum gebraucht, bzw. könnten den Stromtransport sogar behindern.


Auch die AGITANO-Kolumnisten haben diese Woche wieder interessante Beiträge veröffentlicht, u.a.:

Dr. Franz Alt: Einfluss des 11-Jahres-Rhythmus der Sonne auf das Klima bestätigt. Neue Studien belegen den Zusammenhang des 11-Jahre-Rhythmus der Sonnenflecken mit regional begrenzten, besonders kalten Wintern in Mitteleuropa – aber kein Widerspruch zu dem Modell der Klimaerwärmung im allgemeinen, sondern Ausdruck eines Luftdruck-Phänomens über dem Nord-Atlantik.

Nicola Fritze – Management, Unternehmenskultur: "Arbeitsplatz der Zukunft? Ein paar gibt es schon!" Die Zukunft gehört flexiblen Arbeitgebern, die die rarer werdenden Fachkräfte halten können – Nicola Fritze führt drei Beispiele innovativer Unternehmenskulturen auf… www.agitano.com/magazin/magazinDetails/arbeitsplatz_der_zukunft_ein_paar_gibt_es_schon_31262/

Anne M. Schüller – Empfehlungsmarketing: Die beste Vertriebsmannschaft aller Zeiten! Umsätze steigen mittlerweile v.a. mit der Güte der Mundpropaganda und der Zahl der Weiterempfehlungen. Das Urteil engagierter Verbraucher beeinflusst so das Konsumverhalten ganzer Gruppen mehr als klassische Werbung. Wie man diese neue ‚Verkaufsmannschaft‘ für sich gewinnen kann, zeigt ein neues kostenlosen E-Book.

Ulrich B Wagner mit einer Reise in sich hinein und über sich hinaus: "Glück – oder mach mehr von dem, was dich glücklich macht! …Aber wie soll das gelingen…?" Denn wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen…


Auf der Seite 2 finden Sie weitere interessante Beiträge, die in der verangenen Woche auf AGITANO veröffentlicht wurden.

 

 

Informationen für Unternehmer/innen, Führungskräfte und Selbstständige:

German Mittelstand: Zahlen und Fakten zu deutschen mittelständischen Unternehmen. Der Mittelstand in Deutschland beschäftigt 61% aller Beschäftigten und trägt 52% zum BIP bei – Wissenswertes rund um den Mittelstand in einer neuen Publikation des Bundeswirtschaftsministeriums.

Arbeitskosten: Hoher Anstieg der Arbeitskosten im 2. Quartal 2012, + 1,5 % zum Vorquartal. Ergebnisse der EU-Mitgliedsstaaten für 2011: Eine Stunde Arbeit verteuerte sich in Deutschland 2011 um 3,0%, in der gesamten EU um 2,6%, am deutlichsten in Bulgarien (+10,5%), Rumänien (+7,1%) und der Slowakei (+5,5%). Sinkende Arbeitskosten gab es nur krisenbedingt in Portugal (–0,2%) und in Griechenland (–5,7%).

Niedriglohn: Im Jahr 2010 arbeiteten 20,6% aller Beschäftigten in Betrieben mit zehn und mehr Beschäftigten für einen Niedriglohn von unter 10,36 Euro, im Jahr 2006 lag der Anteil noch bei 18,7 %. Die meisten davon waren atypisch beschäftigt, also Teilzeitbeschäftigung, befristete Beschäftigung, Zeitarbeit und Mini-Jobs…

IT-Honorare: IT- und Engineering-Freiberufler haben noch nie so hohe Honorare gefordert – die durchschnittlich gezahlten Stundensätze liegen bei 74 Euro, in der Schweiz sogar bei 93 Euro pro Stunde. Über zehn Prozent der IT-Freiberufler in Deutschland fordern Stundensätze von mehr als 100 Euro…

Prozesswärme, Förderung: Neues Marktanreizprogramm bietet erstmals bis zu 50% Zuschuss für die solarthermische Erzeugung von Prozesswärme in Produktionsprozessen. Der Prozesswärmeverbrauch macht dabei rund 66,8 % des Endenergieverbrauchs des verarbeitenden Gewerbes aus.

Internet-Sicherheit: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gibt virtuellen Startschuss für die Initiative-S. Die Initiative-S im Rahmen der Task Force "IT-Sicherheit in der Wirtschaft" soll die Webauftritte von Unternehmen auf Schadsoftware untersuchen, bei der Bereinigung helfen und nachhaltig gegen neue Angriffe schützen.

Von Online-Marketing bis Internetrecht: Der Verband der deutschen Internetwirtschaft hat am Rande der Internetwoche Köln die wichtigsten Expertentipps für Gründer zusammengestellt.

PR Report Award 2013: PR-Agenturen und PR-Teams in Unternehmen können sich ab sofort für den PR Report Awards 2013 bewerben – Frist bis 7. Dezember 2012.

Rohstoffgigant Russland – umfangreiches Kompendium zu den Rohstoffvorkommen und Projekten in Russland. Die Publikation informiert auf 315 Seiten über Lagerstätten, geplante Projekte, Investitionsvorhabenden, den Bedarf an Maschinen, Anlagen, Ausrüstung und Expertise und enthält auch einen umfangreichen Rechtsteil, der die Rahmenbedingungen und Besonderheiten für Investitionen in den russischen Rohstoffsektor abbildet.

Weitere interessante Nachrichten:

EU, Außenhandel: Die EU hat ihre Leistungsbilanz im 2. Quartal 2012 gegenüber dem Vorjahr von -37,1 Mrd. Euro auf +4,6 Mrd. Euro ins Plus gedreht. Die Leistungsbilanz des Euroraums lag im 2. Quartal 2012 bei +13,8 Mrd. Euro (Q2 2011: -18,6 Mrd. Euro).

Europa-Sonderauswertung – Fortschritte in den Südländern: Der Weltkonjunkturbericht bestätigt substanzielle Fortschritte in den südlichen Krisenländern. Europa werde 2013 bereits wieder treiber des globalen Wachstums sein. Erholung in Südeuropa auch für den deutschen Export bedeutend: 59% der deutschen Ausfuhren gehen ins europäische Ausland. Staatsschuldenkrise ist Bankenkrise: Banken in den Südländern nach wie vor das größte Problem.

Konjunktur: Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Daten zu der wirtschaftlichen Lage in Deutschland im September 2012 herausgegeben: Trotz eines schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds weiteres Wachstum, Produktion in der Industrie und im Bau erholte sich, Industrieaufträge nahmen zuletzt ebenfalls wieder leicht zu, eingetrübte Stimmung in der Industrie hellte sich wieder etwas auf, Exporte nahmen bis zuletzt kräftig zu, Beschäftigung nimmt ebenfalls weiter zu und stützt die Binnennachfrage.

Staatsverschuldung in Deutschland bei 2.025,4 Milliarden Euro – rund 25.000 Euro je Einwohner. Die öffentlichen Schulden sind damit im Jahresvergleich um 0,7% gestiegen, Sachsen konnte mit -10% am deutlichsten reduzieren, Hessen mit +7,3% das Schlusslicht.

Armutsgefährdung gestiegen: In den westlichen Bundesländern liegt die Armutsgefährdung bei 14,0%, in den neuen Bundesländern bei 19,5%, nur zwei Bundesländer konnten ihre Quote reduzieren. Menschen gelten als armutsgefährdet, wenn sie mit weniger als 60% des mittleren Einkommens (Median) der Gesamtbevölkerung auskommen müssen, für Einpersonen-Haushalte liegt die Schwelle derzeit bei 848 Euro.

Bundesländerranking 2012: In dem Vergleich der wirtschaftlichen Dynamik der Bundesländer 2011 konnten Brandenburg und Bayern ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Das produzierende und das verarbeitende Gewerbe konnten im Juli 2012 deutlich zulegen, sowohl im Inland, im Ausland als auch in der Eurozone: Der Inlandsumsatz nahm im Vergleich zum Vormonat um 2,2 %, der Umsatz mit ausländischen Abnehmern um 1,7 % zu – dabei stieg der Umsatz mit der Eurozone um 0,4 %, der Umsatz mit dem restlichen Ausland um 2,4 %.

Deutscher Energiewende-Index – Stimmung in der Wirtschaft eher positiv: Die 2. Runde des Energiewende-Index hat erneut die Stimmung in der Wirtschaft gemessen. Ergebnis: heterogenes Gesamtbild. Profiteure (Investoren, Hersteller, Zulieferer sowie mittlerweile auch die Energieversorgungsunternehmen) sind guter Laune, die Verlierer mit dem veralteten Geschäftsmodellen (energieintensive Industrie, entsprechende Verbände aber auch Netzbetreiber) machen schlechte Stimmung und stecken die amtierenden schwarz-gelben Politiker an.

Klimawandel, Unternehmen: Deutsche Unternehmen haben bei CO2-Reduktion die Nase vorn: Bayer, BASF, BMW und Allianz Group in den Top Ten der 500 größten Unternehmen weltweit. Im Durchschnitt streben diese allerdings langfristig nur eine Reduktion von rund einem Prozent pro Jahr an. Um die Erderwärmung auf 2°C zu begrenzen müssten nach Berechnungen von PricewaterhouseCoopers die C02-Emissionen zwischen 2020 und 2050 jedoch um vier Prozent pro Jahr sinken.

Mobilität, Teuerung: Seit 2002 haben die Verbraucherpreise um 18% zugelegt, die Kosten rund ums Auto um 30% (Superbenzin um 60% und Diesel um mehr als 80%), Bahntickets um 38% und der öffentliche Personennahverkehr um 42%…
 

Wir hoffen, Sie erhalten mit dieser Zusammenstellung eine interessante Retrospektive auf einige Highlights der vergangenen Woche. Zugleich wünschen wir ein schönes und erholsames Wochenende.

Ihre AGITANO Redaktion

 

ElSchnuppero

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