Panorama

Dalai Lama: Feindesliebe ist wichtig

Der Dalai Lama ist der geistige und politische Führer von Tibet. Er sei die Reinkarnation von Avalokiteshvara, dem Schutzpatron des Landes und wird von vielen als Erlöser und Heiliger angesehen. Doch den aktuell 14. Dalai Lama scheint all dies zu bedrücken. In einem Interview mit Franz Alt spricht er über eine Vielzahl verschiedener Themen, wie unter anderem über die Lage der Menschenrechte in China, Umweltschutz und die Politik in seinem Heimatland sowie dem Rest der Welt.

Eine der Fragen drehte sich beispielsweise um die Aufgabe seiner politischen Machtposition. Im März 2011entschied die Exil-Regierung von Tibet, dass der politische Posten des Dalai Lama von einem demokratisch gewählten Volksvertreter gefüllt werden sollte. Der Dalai Lama befürwortete diese Maßnahmen weil er erkannte, dass ein 400 Jahre altes Gesetz ihn nicht zum rechtmäßigen, legitimen politischen Führer eines Landes macht: „(…) irgendwann geht jede Tradition zu Ende, weil sie veraltet ist. Eine Theokratie passt nicht mehr in unsere Zeit.(…) Die Tradition der Ämterhäufung ist nicht nur alt, sondern auch altmodisch. Vor 20 Jahren habe ich zum ersten Mal an meinen politischen Rücktritt gedacht. Aber jetzt war die Zeit einfach reif dafür. (…) Es ist besser für eine Demokratie, wenn politische und spirituelle Führerschaft getrennt sind.

Das vollständige Interview finden sie hier.

ElSchnuppero

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