Energie & Umwelt

E-Mobilität: Schluckspecht schafft 1631,5 km mit einer Ladung

Elektroautos wird oft vorgeworfen, eine niedrigere Reichweite als normale Benziner zu besitzen. Die Hochschule Offenburg beweist jedoch, dass in Zukunft eher das Gegenteil der Fall sein wird. Das Experimentalfahrzeug „Schluckspecht“ brach alle Rekorde, als es auf der 2,945 Kilometer langen Teststrecke von Bosch in Boxberg, sage und schreibe 1631,5 Kilometer mit einer einzigen Ladung zurücklegte. Vertreter von TÜV Süd waren anwesend, um die Testfahrt zu dokumentieren und haben das Ergebnis bestätigt. Vier Fahrer wechselten sich bei der 36 Stunden und 12 Minuten langen fahrt ab. Diese Reichweite, so die Erfinder des Fahrzeugs, sei nicht nur darauf zurückzuführen, dass es sich um ein Experimentalfahrzeug handle. Der Schluckspecht wäre ganz und gar auf die Eigenheiten eines Elektroautos ausgelegt. Weil zwei Radnabenmotoren in den Rädern des Autos installiert sind, wird kein Raum für Motor und Getriebe benötigt. Aus diesem Grund konnte eine eigene, windschlüpfigere Karosserie entwickelt werden. Außerdem wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhoferinstitut EMI ein außerordentlich leichtes Chassis entwickelt, dass für Elektrofahrzeuge konzipiert ist. Mit dem neuen Reichweitenrekord haben die Forscher der Hochschule Offenburg die Japaner von der Spitze verdrängt. Der Japan Electric Vehicle Club stellte vormals den Weltmeister mit einer Reichweite von 1.003 Kilometer. Dabei hatten die Japaner sogar eine höhere Batteriekapazität als der Schluckspecht. Das japanische Elektroauto besaß eine Leistung von 50 kWh bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h verglichen mit 23 kWh Leistung und den 45 km/h des Schluckspechts.

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