Wirtschaft

Ein sich nach Bedarf abdunkelndes Panorama-Autodach aus Kunststoff

Das Institut für Werkstofftechnik an der Universität Kassel entwickelt zusammen mit drei Partnern aus der Wirtschaft ein Demonstrationsdach aus elektrochromen Kunststoff für die Automobilindustrie. Mercedes Benz nutzt bereits ein sich selbst tönendes Glasdach: Per Knopfdruck wird eine leichte Spannung angelegt und das Glas verdunkelt sich. Dies ist nicht nur benutzerfreundlicher als herkömmliche Rollos, sonder verhindert auch effizient ein zu starkes Aufheizen des Innenraums, was bei einer Klimaanlage automatisch zu einem erhöhten Spritverbrauch und damit zu höheren Emissionen führt. Der Vorteil der elektrochromen Kunststoffe ist nun vor allem ihr reduziertes Gewicht. Kunststoffe machen aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts bereits heute rund die Hälfte des Volumens eines modernen Autos aus. Zudem lassen sie sich auch deutlich einfacher industriell herstellen. Die Vorteile eines geringeren Gewichts und einer Entlastung der Klimaanlage machen das innovative Panoramafenster auch für die Elektromobilität interessant, denn Gewicht und Energieverbrauch schlagen sich hier sofort negativ bei der Reichweite der E-Autos nieder. Parallel zu dem Demonstrationsdach soll auch ein Prozess für die industrielle Thermoformung des elektrochromen Kunststoffs entwickelt werden. Für die Marktreife würden die Forscher allerdings noch einige Jahre benötigen.

 

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