Wirtschaft

Künftig schnellere Strafen bei verspäteten Steuererklärungen

Die verzögerte Abgabe einer Steuererklärung gilt als eine „Steuerhinterziehung auf Zeit“. Häufig ist die Verzögerung jedoch keine Absicht, sondern kommt aufgrund von Krankheit, fehlenden Unterlagen oder schlichtes Vergessen zustande. Bislang konnten die Finanzbeamten oftmals ein Auge zudrücken, da die Regelung (AStBV 2009) bisher ausdrücklich darauf verzichtet hatte, dass in diesen Fällen die Straf- und Bußgeldstelle automatisch eingeschaltet wird. Dies hat sich nun mit einer neuen Verwaltungsrichtlinie für die Finanzämter geändert: Künftig drohen zügigere und schnelle Strafen, wenn die Erklärungen verspätet abgegeben werden, auch wenn dafür gute Gründe vorliegen. Sie werden dann sofort an die Strafsachenstelle weitergeleitet. Die Neuregelung betrifft auch die Unternehmer, die regelmäßig Steueranmeldungen rechtzeitig abgeben müssen, beispielsweise bei der Umsatz- und der Lohnsteuer. Laut Markus Deutsch vom Deutschen Steuerberaterverband DstV droht den Unternehmen nun härtere Zeiten: „Es bleibt zu hoffen, dass die Finanzverwaltung weiterhin in kleinen Fällen mit Augenmaß vorgeht.“

 

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