Wirtschaft

Mercedes erwartet 6 Mrd. Euro höhere Einkaufskosten – Rohstoffpreise und teure CO2-Technik

Mercedes Benz hat ein multimilliarden schweres Einsparprogramm angekündigt. Der Grund seien zu erwartende weitere Preissteigerungen bei Rohstoffen und teurer Technik zur CO2-Einsparung. Die Einkaufskosten würden dadurch innerhalb der nächsten fünf Jahren um schätzungsweise sechs Milliarden Euro steigen. Einkaufs- und Produktionschef Wolfgang Bernhard hat nun angekündigt, die erwarteten Einkaufskostensteigerungen komplett ausgleichen zu wollen.

Ein Element der Kosteneinsparung ist die Ausweitung der Modulstrategie sowie die Reduzierung der Fahrzeugarchitekturen. Statt gegenwärtig vier Basis-Architekturen soll es ab 2015 nur noch jeweils eine Architektur für heck- und eine für frontgetriebene Modelle geben. Auf diese Modulbaukasten sollen dann die 30 verschiedenen Modelle aufbauen. Ziel ist eine Umsatzrendite von 10% ab dem Jahr 2013.

Daimler stärkt zudem seine Produktpalette bei Mercedes als Ersatz für die 2013 auslaufende Luxusmarke Maybach (ab 400.000 Euro). Bei den 2002 wieder eingeführten Luxusautos blieb der erwartete Absatz bislang aus: Statt kalkulierten 1.000 bis 1.500 Fahrzeugen pro Jahr wurden nur maximal 200 der insgesamt vier Maybachmodelle pro Jahr verkauft. Als Ersatz werde es künftig sechs S-Klasse Modellvarianten von Mercedes Benz geben statt bislang drei. Im Gespräch ist eine nochmals gestreckte Version, eine Pullman-Staatslimousine im Stil des alten Mercedes 600 und ein Cabrio.
(mb)

 

ElSchnuppero

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