Technologie

Neues Leichtbaugehäuse für Batterien in E-Autos

Forscher des Fraunhofer ICT in Pfinztal haben im Verbund mit weiteren Forschungseinrichtungen ein Leichtbaugehäuse für Lithium-Ionen-Akkus entwickelt. Ziel ist es, nach und nach alle Elemente im Fahrzeug durch Leichtbauteile zu ersetzen. Mit nur 35 Kilogramm wiegt das Batteriegehäuse 25% weniger als herkömmliche Stahllösungen, die den derzeit in der Regel 340 Kilogramm schweren Akku umschließen. Das Gewicht ist eine der zentralen Größen für die Reichweite von Elektroautos, da jedes Kilogramm zusätzlich mit hohem Energieaufwand beschleunigt werden muss. Das neue Gehäuse spart nicht nur Gewicht, hält Unfälle bis zum Zehnfachen der Erdbeschleunigung aus und schützt die Batterien vor Feuchtigkeit, eine halbdurchlässige Membran zum Druckausgleich sorgt zudem dafür, dass die Batteriezellen atmen können. Das Gehäuse aus Faserverbundwerkstoffen lässt sich erstmals auch großserientechnisch herstellen. Dafür wurde eine spezielle Prozesskette mit Zykluszeiten entwickelt, die eine Fertigung von hohen Stückzahlen ermöglichen. Dabei können viele Schritte zeitgleich ablaufen. Parallel zur Herstellungsstufe etwa wird der Kunststoff aufgeheizt und jene Elemente vorbereitet, die für die Last- und Zugfestigkeit oder für die Anbindung an die Lagerung sorgen. Dazu gehören zum Beispiel gerichtete Glasfaserstrukturen oder maßgeschneiderte metallische Einleger. Die Einzelkomponenten werden dann in einem „One-Shot-Prozess“ zusammengefügt und gepresst.
 

ElSchnuppero

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