Energie & Umwelt

US-Handelsministerium hat Importzölle für chinesische Solarmodule beschlossen

Die US-Tochter der deutschen Firma Solarworld hatte bereits im November 2011 beim US-Handelsministerium ein Verfahren gegen chinesische Solarmodul-Hersteller wegen nicht wettbewerbskonformer Subventionen angestrengt. Dadurch hätten sich die chinesischen Unternehmen einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil verschafft und die Preise künstlich weiter gedrückt. Das Ministerium sieht es nun als erwiesen an, dass die chinesische Regierung die einheimische Solarindustrie mit unerlaubten Subventionen fördert und dadurch Dumpingpreise ermögliche. Der Klage hatten sich sechs US-Solarfirmen angeschlossen. Mit dem vorläufigen Urteil führen die USA Strafzölle auf den Import chinesischer PV-Module in der Höhe von 2,9 bis 4,7% ein. Die Regelung ist jedoch vorerst nur vorläufig, eine endgültige Entscheidung wird für den Mai erwartet. Die Zölle fallen allerdings niedriger aus, als von den Klägern gefordert. Dies liege daran, dass die angeblich nicht wettbewerbskonformen Subventionen der chinesischen Regierung als geringer bewertet werden, als von den Klägern angegeben.

Peking erklärt demgegenüber das enorme Wachstum der chinesischen Solarfirmen mit effizienteren Managementsystemen, größerer Produktion und vorausschauenden Geschäftsstrategien. Die chinesischen PV-Modulhersteller haben ihren Weltmarktanteil inzwischen auf rund 45% gesteigert. Sieben der zehn größten Solarproduzenten kommen mittlerweile aus China.
(mb)

 

ElSchnuppero

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