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Für jemanden eine Lanze brechen – Herkunft & Bedeutung

Zwei Ritter auf Pferden: "Für jemanden eine Lanze brechen" bildhaft gezeigt

Inhaltsverzeichnis

Für jemanden eine Lanze brechen – dieser Ausdruck klingt fast wie aus einer längst vergangenen Zeit. Stellen Sie sich eine hitzige Diskussion vor: Jemand wird hart kritisiert, vielleicht sogar ungerecht. In diesem Moment erhebt sich eine Person, widerspricht den Angriffen und stellt sich klar an die Seite des Schwächeren.

Genau dann kommt die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ ins Spiel. Sie beschreibt eine Handlung, die Mut, Entschlossenheit und ein Gespür für Gerechtigkeit erfordert. Wer bereit ist, so einzutreten, übernimmt Verantwortung und macht deutlich, dass man nicht wegschaut. Gerade deshalb taucht „Für jemanden eine Lanze brechen“ in vielen Situationen auf – ob im privaten Gespräch, im beruflichen Umfeld oder in gesellschaftlichen Debatten.

In diesem Beitrag erfahren Sie, was die Redewendung genau bedeutet, woher sie stammt und wie Sie sie heute sinnvoll einsetzen können.

Hinweis der Redaktion: Entdecken Sie hier alle unsere vorgestellten Redewendungen!

Was bedeutet „Für jemanden eine Lanze brechen“? Bedeutung & Dimensionen

„Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet, dass man sich offen und aktiv für eine andere Person einsetzt. Gemeint ist nicht ein stilles Zustimmen, sondern ein deutliches Eintreten für jemanden, der Unterstützung braucht oder Kritik erfährt. Die Redewendung beschreibt eine Handlung, die Mut, Loyalität und Fairness vereint.

Psychologische Dimension: Der innere Drang nach Fairness

Psychologisch verweist die Redewendung auf das tief verwurzelte Bedürfnis vieler Menschen nach Gerechtigkeit. Wenn jemand unfair behandelt oder in eine schwache Position gedrängt wird, entsteht bei Beobachtenden häufig der Wunsch, Partei zu ergreifen. „Für jemanden eine Lanze brechen“ heißt in diesem Sinn, bewusst nicht neutral zu bleiben, sondern Solidarität zu zeigen. Dieser Einsatz vermittelt Sicherheit – sowohl dem, der unterstützt wird, als auch einem selbst, weil man das Gefühl hat, richtig zu handeln.

Moralisch-ethische Dimension: Verantwortung übernehmen

Auf einer moralischen Ebene bedeutet die Redewendung, Fairness über Gleichgültigkeit zu stellen. Es geht nicht um Rache oder Konfrontation, sondern um die bewusste Entscheidung, für eine Person Verantwortung zu übernehmen. Besonders in beruflichen oder gesellschaftlichen Konflikten zeigt sich, dass dieses Verhalten für Werte wie Loyalität, Mut und Standhaftigkeit steht. Deshalb wird die Redensart überwiegend positiv wahrgenommen und gilt als Ausdruck einer ehrenhaften Haltung.

Eine klare Bildsprache durch die Lanze

Die Lanze war im Mittelalter ein Symbol für Mut, Stärke und Kampfbereitschaft. Im ritterlichen Turnier brach sie oft tatsächlich, wenn ein Kämpfer sie einsetzte. Dieses Bild wurde auf Sprache übertragen: Wer eine Lanze „bricht“, zeigt Einsatz bis zum Äußersten – auch wenn er dafür Widerstand oder Kritik riskiert. Das macht die Redewendung so anschaulich und kraftvoll.

Redewendung auch heute noch in der deutschen Sprache verwendet

Heute klingt „Für jemanden eine Lanze brechen“ leicht altertümlich, bleibt aber verständlich. Am häufigsten begegnet die Redensart in formellen Registern, etwa in Zeitungen, politischen Reden oder Diskussionen über Werte.

In der Alltagssprache ist sie seltener, wirkt dort jedoch umso eindrucksvoller. Ihre Konnotation ist klar positiv. Wer „eine Lanze bricht“, gilt als loyal, gerechtigkeitsorientiert und engagiert. Dadurch behält die Wendung auch in einer modernen Kommunikationswelt ihren Platz. So bleibt die Redewendung ein wirkungsvolles sprachliches Werkzeug, um Loyalität und Mut auszudrücken.

Die Geschichte hinter „Für jemanden eine Lanze brechen“ – Herkunft & Wandel

Redewendungen tragen oft Spuren längst vergangener Zeiten in sich. So auch die Redensart „Für jemanden eine Lanze brechen“, die tief im Bild des Rittertums verwurzelt ist. Ursprünglich entstand sie in einem kulturellen Umfeld, in dem Ehre, Schutz und der Kampf für andere zentrale Werte waren. Um ihre Bedeutung heute zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf ihre historischen Wurzeln und die Entwicklung bis in die Gegenwart.

Ursprung im Rittertum und mittelalterlichen Kämpfen

Die Herkunft der Wendung liegt im Mittelalter, genauer gesagt in der Tradition der Ritterturniere und der Gerichtskämpfe. Die Lanze galt als zentrales Symbol ritterlicher Auseinandersetzungen. Wer eine Lanze für einen anderen „brach“, tat dies im wörtlichen Sinn: Er trat in einem Zweikampf für die Ehre oder die Rechte einer anderen Person ein.

Solche Kämpfe wurden nicht nur aus sportlichem Ehrgeiz ausgetragen, sondern auch als Form der Rechtsprechung im sogenannten „Gottesurteil“. Dabei stellte ein Ritter seine Kraft und seinen Mut in den Dienst eines anderen, indem er stellvertretend für ihn kämpfte. Diese Handlung wurde zu einem starken Sinnbild für Einsatzbereitschaft und Loyalität.

Vom wörtlichen zum übertragenen Sinn

Aus dieser konkreten Praxis entwickelte sich nach und nach eine bildhafte Bedeutung. Während die Lanze im Turnier tatsächlich zerbrach, wenn sie eingesetzt wurde, übertrug sich die Vorstellung auf Sprache und Alltag. „Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet seitdem, dass man nicht physisch kämpft, sondern sprachlich oder symbolisch in den Schutz eines anderen tritt.

Dieser Bedeutungswandel ist typisch für viele Redewendungen: Sie lösen sich aus ihrem ursprünglichen Kontext und bewahren das Bild, während der konkrete Gebrauch verschwindet. Schon in frühneuzeitlichen Texten finden sich Belege, die die Redensart in übertragener Form nutzen, etwa in Predigten oder literarischen Schriften, in denen Verteidigung und Fürsprache betont werden.

Die Werte der Redensart haben bis heute Bestand

Die Entwicklung von der ritterlichen Handlung hin zur sprachlichen Formel lässt sich durch soziokulturelle Faktoren erklären. Mit dem Ende der ritterlichen Kultur verlor der eigentliche Zweikampf an Bedeutung, doch die Werte, die er verkörperte – Mut, Loyalität und Gerechtigkeit – blieben bestehen.

Sprache griff dieses Bild auf, um weiterhin eine klare Botschaft auszudrücken: Wer „eine Lanze bricht“, stellt sich sichtbar auf die Seite eines anderen, ohne gleich zu den Waffen greifen zu müssen. Damit überdauerte die Redewendung Jahrhunderte und ist auch heute noch verständlich, selbst wenn der Ursprung vielen nicht mehr bewusst ist.

Anwendung von „Für jemanden eine Lanze brechen“ im Alltag

Eine Redewendung entfaltet ihre Kraft erst dann richtig, wenn sie im alltäglichen Sprachgebrauch lebendig wird. „Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet, dass Sie klar Stellung beziehen und sich für eine andere Person stark machen. Der Ausdruck ist in verschiedenen Lebensbereichen einsetzbar und passt besonders dort, wo es um Gerechtigkeit, Loyalität oder die Verteidigung einer Sache geht. Um die Vielfalt zu zeigen, lohnt sich ein Blick auf typische Situationen, anschauliche Beispielsätze und realitätsnahe Dialoge.

Typische Lebensbereiche und prägnante Beispielsätze für „Für jemanden eine Lanze brechen“

Die Redewendung begegnet uns in beruflichen Diskussionen, im privaten Umfeld oder in öffentlichen Debatten. Sie wird häufig verwendet, wenn jemandem Respekt erwiesen oder eine Person aktiv unterstützt wird.

Hier zehn passende Beispielsätze aus unterschiedlichen Kontexten:

  • Im Meeting brach die Kollegin für ihren Mitarbeiter eine Lanze, als er zu Unrecht kritisiert wurde.
  • Der Journalist brach in seinem Artikel für die bedrohte Minderheit eine Lanze.
  • In der Diskussion über Umweltschutz brach er eine Lanze für erneuerbare Energien.
  • Die Schülerin brach für ihre Freundin eine Lanze, als diese angegriffen wurde.
  • Vor Gericht brach der Anwalt für seinen Mandanten eine Lanze.
  • In der Talkshow brach die Autorin für freie Meinungsäußerung eine Lanze.
  • Bei der Abstimmung im Verein brach der Vorsitzende für ein soziales Projekt eine Lanze.
  • Die Lehrerin brach eine Lanze für moderne Unterrichtsformen.
  • Der Politiker brach eine Lanze für mehr Bürgerbeteiligung.
  • In einem Brief brach die Mutter für ihr Kind eine Lanze gegenüber der Schulleitung.

Diese Sätze zeigen, dass die Redewendung flexibel einsetzbar ist – von formellen bis zu persönlichen Kontexten.

Drei Dialoge zur anschaulichen Verwendung

Die drei nachfolgenden Dialoge verdeutlichen, wie die Redewendung im Gespräch wirkt und wie klar sie verstanden wird.

Dialog im beruflichen Kontext

A: „Ich finde, Thomas hat bei diesem Projekt viele Fehler gemacht.“
B: „Das stimmt so nicht. Er hat sehr gute Vorarbeit geleistet. Ich breche hier eine Lanze für ihn.“

Im Arbeitsumfeld signalisiert der Ausdruck Unterstützung und schafft Ausgleich in einer Diskussion.

Dialog aus dem Privatleben

A: „Warum verteidigst du sie so sehr? Sie hat sich doch falsch verhalten.“
B: „Mag sein, aber sie hat auch ihre Gründe. Ich breche eine Lanze für sie.“

Im privaten Bereich zeigt sich durch die Redensart Empathie und das Bedürfnis, Verständnis zu schaffen.

Dialog im gesellschaftlichen Kontext

A: „Die Vorschläge der Initiative sind unrealistisch.“
B: „Trotzdem breche ich eine Lanze für ihr Engagement, denn es bewegt viele Menschen.“

In gesellschaftlichen Diskussionen wird die Redewendung genutzt, um Anerkennung und Wertschätzung auszudrücken.

Missverständnisse und falsche Anwendungen

Gerade weil die Redewendung bildhaft wirkt, entstehen immer wieder Fehlinterpretationen. Manche nehmen sie wörtlich und denken an Gewalt oder Streit. Richtig ist jedoch: Es geht um Verteidigung und Unterstützung, nicht um körperlichen Kampf.

Typische Fehlanwendungen sind zum Beispiel:

  • „Er hat eine Lanze gebrochen, weil er wütend war.“
    => Das ist falsch, da es nicht um Zerstörung aus Ärger geht.
  • „Sie brach eine Lanze gegen ihre Kollegen.“
    => Dies ist nicht richtig, weil man nicht gegen, sondern für jemanden eine Lanze bricht.
  • „Die Firma brach eine Lanze, um den Wettbewerb zu zerstören.“
    => Das macht so keinen Sinn, da die Redewendung keine Aggression beschreibt.

Korrekt ist die Verwendung immer dann, wenn Verteidigung, Fürsprache oder Unterstützung im Vordergrund stehen.

Historische und moderne Belege für „Für jemanden eine Lanze brechen“

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ ist seit Jahrhunderten im Deutschen belegt. Ihren Ursprung hat sie im Mittelalter, wo die Lanze als zentrales Symbol ritterlicher Kämpfe diente. Aus dem wörtlichen Sinn – im Zweikampf für eine andere Person einzutreten – entwickelte sich nach und nach die übertragene Bedeutung, die wir heute kennen.

Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm ist der Ausdruck „Lanze brechen“ mit historischen Belegen dokumentiert. Dort wird gezeigt, dass die Wendung schon früh sowohl in ihrer wörtlichen als auch in ihrer bildhaften Verwendung vorkam. Auch in späteren Sprichwörtersammlungen und sprachwissenschaftlichen Werken wird die Redensart aufgeführt und als feststehende Formulierung erklärt.

Bis heute ist „Für jemanden eine Lanze brechen“ in der deutschen Sprache lebendig. Sie taucht regelmäßig in journalistischen Texten, politischen Reden und Kommentaren auf, wenn es darum geht, Fürsprache und Unterstützung für eine Person oder eine Sache deutlich zu machen. Damit hat die Redewendung trotz ihres historischen Ursprungs eine zeitlose Symbolkraft bewahrt, die von Loyalität, Mut und Fairness erzählt.

Sprüche im Kontext der Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“

Sprüche helfen dabei, die Essenz einer Redewendung in komprimierter und eindringlicher Form auszudrücken. Gerade in Sprüchen zeigt sich, wie pointiert sich die Redewendung nutzen lässt. Auch bei der Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ entstehen prägnante Aussagen, die Haltung und Loyalität sichtbar machen. Sie verdeutlichen, warum die Wendung bis heute wirkt und in vielen Kontexten so kraftvoll eingesetzt werden kann.

  • Wer eine Lanze bricht, zeigt nicht nur Mut, sondern auch Herz.
  • Eine gebrochene Lanze wiegt schwerer als tausend schweigende Worte.
  • Für andere einzutreten heißt, die eigene Stimme nicht zu schonen.
  • Eine Lanze im Namen der Gerechtigkeit bleibt niemals vergebens.
  • Wer die Lanze erhebt, schenkt Stärke, wo Schwäche dominiert.
  • Loyalität beweist sich, wenn man eine Lanze für den anderen bricht.
  • Eine Lanze zu brechen ist mehr als ein Wort. Es ist eine Tat.

Diese Sprüche machen die Redensart greifbar und geben ihr eine zusätzliche emotionale Dimension. Sie lassen sich vielseitig nutzen, etwa in Gesprächen, auf Social Media oder in kurzen Texten für Karten und persönliche Botschaften. Damit wird die Redewendung nicht nur erklärt, sondern auch auf moderne Weise lebendig gehalten.

Vergleichbare deutsche Redewendungen zu „Für jemanden eine Lanze brechen“

Viele Redewendungen drehen sich um das Thema Unterstützung, Loyalität und Verteidigung. Auch wenn die Redensart „Für jemanden eine Lanze brechen“ einzigartig ist, gibt es im Deutschen mehrere Ausdrücke, die eine ähnliche, wenn auch nicht identische Bedeutung haben. Entscheidend ist dabei, die feinen Unterschiede zu erkennen, um die richtige Wendung im passenden Kontext zu verwenden:

  • „Jemandem den Rücken stärken“: Diese Wendung betont Unterstützung und Rückhalt, wirkt jedoch moderner und wird häufiger im beruflichen und privaten Alltag genutzt. Während die Lanze ein kämpferisches Bild vermittelt, klingt der Rücken stärker nach Sicherheit und Halt.
  • „Sich vor jemanden stellen“: Diese Redewendung macht den Schutzaspekt besonders deutlich und zeigt, dass man auch in schwierigen Momenten nicht zurückweicht. Sie ist direkter und weniger bildhaft, dafür leicht verständlich und alltagstauglich.
  • „Partei für jemanden ergreifen“: Hier steht das aktive Eintreten im Mittelpunkt, oft in Diskussionen oder juristischen Kontexten. Im Unterschied zur Lanze ist diese Formulierung nüchterner und eher sachlich geprägt.
  • „Die Fahne hochhalten“: Dieser Ausdruck symbolisiert Treue und Einsatz, ist aber stärker ideologisch besetzt. Er passt vor allem, wenn es um Werte, Überzeugungen oder Gruppenzugehörigkeit geht.

Alle diese Redewendungen zeigen, wie vielfältig die deutsche Sprache Unterstützung ausdrückt. Die Formulierung mit der Lanze bleibt jedoch die traditionsreichste und zugleich feierlichste Variante – ein sprachliches Bild, das bis heute Kraft entfaltet.

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ auf Englisch

Auch im Englischen gibt es feste Wendungen, die inhaltlich nah an die deutsche Redensart herankommen. Sie betonen Fürsprache, Loyalität oder die aktive Verteidigung einer Person. Während der Ausdruck im Deutschen stark bildhaft wirkt, sind die englischen Entsprechungen meist direkter formuliert und im Alltag deutlich gebräuchlicher:

  • „Stand up for someone“ – aktiv Partei ergreifen: Dieser sehr gängige Ausdruck wird häufig in persönlichen oder beruflichen Situationen genutzt und beschreibt, dass man sich klar auf die Seite einer anderen Person stellt. Im Vergleich zur Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ ist er weniger feierlich, aber im englischen Sprachgebrauch sehr verbreitet.
  • „Defend someone“ – Schutz und Verteidigung betonen: Diese Formulierung klingt formeller und wird häufig in juristischen, politischen oder journalistischen Kontexten verwendet. Sie hebt stärker die Schutzfunktion hervor, während die Lanze im Deutschen zusätzlich Loyalität und Mut vermittelt.
  • „Speak up for someone“ – die Stimme erheben: Diese Wendung betont die verbale Unterstützung und eignet sich besonders für Diskussionen, Debatten oder soziale Kontexte. Sie verdeutlicht, dass man nicht schweigt, sondern die eigene Stimme für einen anderen einsetzt.

Während die deutsche Redensart historisch geprägt ist und einen ritterlichen Hintergrund hat, wirken die englischen Entsprechungen pragmatischer und alltagsnäher. „Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet, dass man mit Nachdruck und Loyalität für eine Person eintritt. Im Englischen fehlt meist das historische Bild, dafür sind die Ausdrücke einfacher und häufiger im Gebrauch.

„Für jemanden eine Lanze brechen“ – Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen

„Für jemanden eine Lanze brechen“ bündelt Werte wie Mut, Loyalität und Fairness in einem starken sprachlichen Bild. Auch wenn der Ausdruck aus einer längst vergangenen Zeit stammt, hat er seine Wirkung nicht verloren. Gerade in einer Welt, die von schnellen Urteilen und harscher Kritik geprägt ist, wirkt er wie ein Appell zum bewussten Eintreten für andere.

Wertvoll wird die Redewendung vor allem dann, wenn Sie gezielt eingesetzt wird – sei es im Beruf, in persönlichen Beziehungen oder in öffentlichen Diskussionen. Zugleich sollte man sie vermeiden, wenn der Tonfall zu leichtfertig oder ironisch wirken könnte, da dies die Ernsthaftigkeit abschwächt. Ihre Stärke liegt darin, Haltung zu zeigen, wo Schweigen keine Option ist.

Frage an Sie: Wann waren Sie zuletzt in der Situation, bewusst eine Lanze für jemanden zu brechen – und was hat es bei Ihnen oder anderen bewirkt?

Häufige Fragen (FAQ) zur Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“

Was bedeutet die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“?

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet, dass man sich aktiv für eine Person einsetzt, sie unterstützt oder gegen Kritik verteidigt. Der Ausdruck steht für Mut, Loyalität und Fairness. Er zeigt, dass man nicht neutral bleibt, sondern bewusst Partei ergreift. Ursprünglich stammt das Bild aus dem Rittertum, wo die Lanze für Ehre und Schutz eingesetzt wurde.

Woher stammt die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“?

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ hat ihren Ursprung im Mittelalter. Ritter traten in Turnieren oder Gerichtskämpfen für andere ein und setzten dabei ihre Lanze ein, die oft zerbrach. Aus dieser realen Handlung entwickelte sich die bildhafte Bedeutung. Heute beschreibt der Ausdruck nicht mehr den physischen Kampf, sondern die sprachliche oder moralische Verteidigung einer Person oder Sache.

Wird „Für jemanden eine Lanze brechen“ heute noch verwendet?

Ja, die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ wird auch heute noch genutzt, wenn auch weniger im Alltag. Sie erscheint vor allem in journalistischen Texten, politischen Reden oder formellen Kontexten. Im persönlichen Gespräch klingt sie etwas altertümlich, bleibt aber verständlich und kraftvoll. Ihre Wirkung liegt in der bildhaften Sprache und der klaren Aussage von Unterstützung und Loyalität.

Welche Bedeutung hat „Für jemanden eine Lanze brechen“ im psychologischen Sinne?

Psychologisch bedeutet „Für jemanden eine Lanze brechen“, dass Menschen das Bedürfnis haben, Gerechtigkeit herzustellen und Solidarität zu zeigen. Wer die Redewendung verwendet, signalisiert Mut, Empathie und das Eintreten für andere. Sie drückt das innere Verlangen aus, Ungleichgewichte auszugleichen und einer Person Rückhalt zu geben. Damit ist die Redensart auch Ausdruck von Selbstbestätigung und sozialem Engagement.

Welche moralische Dimension hat „Für jemanden eine Lanze brechen“?

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ bedeutet auf moralischer Ebene, Verantwortung zu übernehmen und Fairness über Gleichgültigkeit zu stellen. Sie beschreibt die bewusste Entscheidung, sich für eine Person einzusetzen, selbst wenn dies Nachteile bringen kann. Dieser Einsatz wird in vielen Kulturen positiv bewertet und gilt als Zeichen von Loyalität und ethischem Handeln.

In welchen Situationen verwendet man „Für jemanden eine Lanze brechen“?

„Für jemanden eine Lanze brechen“ wird in Situationen verwendet, in denen eine Person Unterstützung, Verteidigung oder Rückhalt braucht. Typische Kontexte sind Diskussionen, berufliche Meetings, politische Debatten oder auch private Gespräche. Die Redewendung eignet sich besonders, wenn es darum geht, klar Stellung zu beziehen und Loyalität zu zeigen. Sie unterstreicht Mut und Entschlossenheit.

Gibt es Missverständnisse bei „Für jemanden eine Lanze brechen“?

Ja, Missverständnisse entstehen oft, wenn die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ wörtlich verstanden wird. Manche denken an Gewalt oder Angriff, was falsch ist. Tatsächlich geht es um symbolische Unterstützung, nicht um körperlichen Kampf. Fehlerhaft ist auch die Verwendung im negativen Sinn, etwa „eine Lanze gegen jemanden brechen“. Richtig bleibt die Wendung nur im positiven Zusammenhang von Verteidigung und Fürsprache.

Welche vergleichbaren Redewendungen gibt es zu „Für jemanden eine Lanze brechen“?

Zur Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ gibt es mehrere deutsche Alternativen. Beispiele sind „jemandem den Rücken stärken“, „sich vor jemanden stellen“ oder „Partei für jemanden ergreifen“. Alle beschreiben Unterstützung, unterscheiden sich jedoch im Ton und Kontext. Die Lanze wirkt historisch und feierlich, während moderne Wendungen schlichter und im Alltag gebräuchlicher sind. Dadurch ergänzen sie sich sinnvoll.

Wie übersetzt man „Für jemanden eine Lanze brechen“ ins Englische?

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ wird im Englischen nicht wörtlich übersetzt. Passende Entsprechungen sind „to stand up for someone“, „to defend someone“ oder „to speak up for someone“. Sie drücken Unterstützung und Verteidigung aus, wirken jedoch pragmatischer und weniger bildhaft als das deutsche Original. Der historische Bezug fehlt, die Bedeutung bleibt aber nah.

Welche Wirkung hat „Für jemanden eine Lanze brechen“ in der Kommunikation?

Die Redewendung „Für jemanden eine Lanze brechen“ verstärkt Aussagen, indem sie Loyalität und Mut klar hervorhebt. Sie wirkt eindrucksvoll, weil sie ein starkes Bild verwendet und Haltung signalisiert. In Diskussionen kann sie ein klares Signal setzen, dass man Verantwortung übernimmt. Gleichzeitig wirkt sie feierlicher als moderne Ausdrücke und unterstreicht die Bedeutung des Gesagten auf besondere Weise.

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